Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Walter Benjamin

Walter Benjamin: Gesammelte Briefe. Band V

1935-1937

Cover: Walter Benjamin: Gesammelte Briefe. Band V

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1999
ISBN-10 3518582763
ISBN-13 9783518582763
Gebunden, 672 Seiten, 50,11 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Herausgegeben von Christoph Gödde und Henri Lonitz.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.05.2000

Uwe Steiner lobt die Edition der Briefe Walter Benjamins als mustergültig. Die Bände IV und V machten da keine Ausnahme. Kommentar und Register seien vorbildlich. Zwar gebe es keine sensationellen neuen Brieffunde, das Verdienst der Ausgabe sei die Übersicht über bisher verstreut veröffentlichtes Material. Steiner misst dann aber die Edition an Benjamins Warnung vor der Herausgabe der Briefe eines Autors statt der vollständigen Briefwechsel und bedauert mit ihm, dass die Briefe der Adressaten nicht mit abgedruckt wurden. Besondere Bedeutung misst der Rezensent dem Brief an Gershom Scholem aus dem Jahr 1932 zu (Band IV), der sich im nun wieder hergestellten Zusammenhang mit den nicht abgeschickten Briefen als veritabler Abschiedsbrief erweise. Bedeutsam scheinen Steiner weniger die Spuren der politischen Ereignisse als der Gestus des Briefschreibers Benjamin, der an einer von Benjamin selbst am Beispiel Arnold Bennetts beschriebenen Lebenskunst geschult sei. Auf diese Weise würden Benjamins "Briefe zugleich in die Zeit eingebettet und näher an sein Werk herangerückt."

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.11.1999

Walter Benjamins Briefe aus der schweren Zeit der Emigration (der Band reicht bis 1937) erlauben nach Ansicht des Rezensenten Wolfgang Müller-Funk "eine ruhigere und gelassenere Sicht auf einen philosophischen Essayisten". Unter anderem müsse man unter dem Eindruck der Briefe die "traurige Geschichte" korrigieren, dass Benjamin zu dieser Zeit das Opfer Adornos und Horkheimers geworden sei. Vielmehr beweise der Band die Großzügigkeit dieser Freunde. Von Interesse sei der Band auch wegen des Eifersuchtsverhältnisses zu Ernst Bloch, der zu der Zeit, als Benjamin an seinem Passagenwerk arbeitete, ähnliche Thesen formulierte. Auch zu Brecht und Scholem enthalte der Band interessante Briefe. Müller-Funk vermisst in dem Band die - möglichst ungekürzten - Antwortbriefe der Adressaten.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren