Bücherschau der Woche
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- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Christoph Luxenberg
Die syro-aramäische Lesart des Koran
Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.11.2002
Nicht wenige moslemische Gelehrte, die sich an eine wissenschaftliche Auslegung des Korans gewagt haben, mussten ihre Studien mit dem Leben bezahlen. Kein Wunder, meint daher Rezesent Wolfgang Günter Lerch, dass auch der deutsche Semitist und Autor des Buches "Die syro-aramäische Lesart des Koran" nur unter dem Pseudonym Christoph Luxenberg veröffentlicht. Luxenberg untersuche den Koran streng sprachwissenschaftlich und lege damit eine "Lunte an religiöses Dynamit". Doch die Ergebnisse der Arbeit scheinen Lerch weitgehend überzeugend: Luxenberg entschlüssele die vielen christlichen und syrischen Elemente, die im Koran ihren sprachlichen Niederschlag gefunden haben, schließlich sei zur Entsehungszeit des Koran das Aramäische im Vorderen Orient wesentlich verbreiteter gewesen als das Hocharabisch. Als besonders brisantes Beispiel der Luxenbergschen Textkritik führt der durchaus beeindruckte Rezensent die legendären "Huris" an, die im Hocharabisch zu den "großäugigen Jungfrauen" wurden, die bekanntlich auf die Seligen im Paradies warten. Vom aramäischen Wortstamm ausgehend, glaubt Luxenberg vielmehr, dass es sich dabei um "perlengleiche Weintrauben" handelt.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.02.2001
Die Studie hakt dort ein, wo es dunkel wird. Und für Mona Naggar schafft sie auch etwas Licht. Dann nämlich, wenn der Autor mit seiner Dreischritt-Methode, die die Rezensentin uns auseinandersetzt, zu einer Korrektur der einen oder andren Lesart der Konsonantenstämme oder zur Erklärung "einiger grammatikalischer und orthographischer Absonderlichkeiten" im koranischen Text gelangt und damit an das Dogma von der Reinheit der koranischen Sprache rührt. Gar spektakulär findet Naggar die hier vorgeschlagene neue Lesart zweier Verse in Sure 44 und 52. Und wirklich, dass der Autor die den Seligen versprochenen "Paradiesjungfrauen" an dieser Stelle kurzerhand durch "Weintrauben" ersetzt, erscheint auch uns mindestens bedenkenswert.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







