Herausgegeben und aus dem Norwegischen übersetzt von Walter Baumgartner.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.01.2001
Präsentiert man einen norwegischen Schriftsteller und Lyriker, dann sind einige Vorabinformationen vonnöten, die Christine Holliger mit sachlicher Begeisterung gibt. Vesaas (1897 bis 1970) debütierte erst mit 49 Jahren als Lyriker, schreibt sie, er gelte als einer der bedeutendsten norwegischen Schriftsteller dieses Jahrhunderts und als Neuerer der norwegischen Literatur. Auch in seinen Gedichten, die im vorliegenden Fall aus den letzten Lebensjahren stammen, machten sich der Wille zur "Sprengung der ästhetischen Form", die Nähe zum Expressionismus, die in allen seinen Texten wiederkehrende Thematik wie Einsamkeit und Naturzerstörung bemerkbar. Anders ausgedrückt: allen Romanen, Erzählungen, Theaterstücken Vesaas` eignen nach Holliger "lyrische Qualität". Lob außerdem für den Übersetzer Walter Baumgartner, Lob auch für den Verlag, der eine typografisch hübsch gestaltete Gedichtsammlung Vesaas` vorgelegt habe.
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