Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.01.2001
Birgit Weidinger schätzt die Dissertation, die untersucht, inwieweit die Gleichberechtigungsforderungen des Grundgesetzes auch im Bundesverfassungsgericht durchgesetzt werden, als informatives "Nachschlagewerk und Zeitspiegel" in einem. Die Autorin - Politikwissenschaftlerin und Soziologin - stelle das , was man gemeinhin vermutet, dass nämlich die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts nicht zuletzt von der "persönlichen, geschlechtsspezifischen und soziologischen Rolle" des Verfassungsrichters abhänge, auf ein "wissenschaftliches Fundament". Ob aber eine Frau ihre Forderung nach Gleichberechtigung dann am besten durchsetzten kann, wenn sie dem Mann möglichst ähnlich geworden ist, wie die Autorin argumentiert, bezweifelt die Rezensentin. Denn eine an die Männerwelt angepasste Frau sei wahrscheinlich gar nicht mehr dazu imstande, die "erlittenen Verletzungen wahrzunehmen und im Sinne der eigenen Sache geltend zu machen", meint die Rezensentin kritisch.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…