Acht Exzentriker. Mit einem Porträt von Virginia Woolf
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
"Köstlichste Arabesken", "ingeniöse Spottlust". Lytton Stracheys kleine biographische Porträts inspirieren Ilona Lehnart zu einer Menge Superlativen. Sie bewundert die Beiläufigkeit, mit der Strachey seine Personen charakterisiert und in ihre historische Zeit einordnet. Ob bei den berühmten Helden der Geistesgeschichte - wie Gibbon, Hume, Carlyle, Sarah Bernhardt - oder den heute vergessenen Exzentrikern wie Muggleton, Harington, Lady Stanhope, immer schaffe es Strachey in seinen Charkterisierungen bis zur Karikatur zu gehen und bleibe dabei dennoch "herzerwärmend". Stracheys ironische Distanz zu den Käuzen Großbritanniens erklärt Lehnart unter anderem auch aus seiner Liebe zu Frankreich, die ihm wohl die Unabhängigkeit des Standpunkts gab.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.11.1999
Völlig entzückt äußert sich Jörg Drews über diese Ausgabe der kleinen biographischen Essays des Bloomsbury-Autors. "Hinreißend" sei der erzählerische Gestus, etwa wenn Strachey über Sir John Harlington, den Erfinder des Wasserklosetts, berichtet. Auch die Porträts über Muggleton, Gibbon, Lady Stanhope finden seine rückhaltlose Bewunderung. Als Vorbild Stracheys macht Drews schließlich den Autor John Aubrey aus dem 17. Jahrhundert aus. Nur eines hat Drews an dem Band auszusetzen: Er bringt Stracheys biographische Porträts nicht komplett: "Also, da muss noch nachgearbeitet werden."
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