Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Im offenen Spiel von Rede und Widerrede, mit List und Leidenschaft finden die essayistischen Erkundungen des Franz Schuh ihre Position, indem sie zunächst "alle möglichen Antworten in Fragen auflösen" und unsere Gewissheiten ironisieren. Der "heitere Melancholiker" aus Wien macht Lust auf die oft genug nur trocken belehrende Gattung des Essays. Franz Schuhs Essays haben einen eigentümlichen Ton, eine Melodie, in der Persönliches und Unpersönliches, Trauriges und Lustiges, die Wissenschaft und der Kalauer faszinierend aufeinander bezogen sind. Seine Fragen, etwa die nach dem Glück sind uralt - seine scharfsinnigen, zeitgemäß anverwandelten Antworten, denen Gründe nicht ausreichen, weil sie Abgründe, auch des eigenen Selbst, vorziehen, bieten unterhaltsame Erkenntnis. Mit Franz Schuh folgen wir begeistert der Überzeugung, "dass die Sprache ein Leben hat und dieses auf den Menschen übergeht".
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.03.2001
Alex Rühle ist hingerissen von den sieben Essays des österreichischen Schriftstellers und er hat den Eindruck, dass Schuh einen "Heidenspaß" hatte, sie zu schreiben. Er bedauert, dass der Autor hierzulande noch viel zu unbekannt ist und preist seine Essays für ihre "bergiffliche Argumentation", ihren Witz und die "tiefe Bedeutung", die trotz der Lust an Sprachspielen und Komik darin zu finden ist. Besonders den Essay "All you need is love" hebt der Rezensent lobend hervor, weil er unter anderem das Intelligenteste, was je über das "Literarische Quartett" und Marcel Reich-Ranicki geschrieben sei, enthalte. Ihm imponiert, dass Schuh bei allem "Spott und Schmäh", niemals "polemischen Hohn" über seine Opfer ausschüttet oder gar zynisch wird.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2001
Christoph Bartmanns Rezension liest sich weniger wie eine Buchbesprechung, als vielmehr wie ein - von deutlicher Sympathie geprägtes - Porträt seines Kollegen Franz Schuh. Dabei erfährt der Leser, dass es sich bei Schuh um einen "Vertreter der subjektiven, erzählenden Richtung handelt", der keine Scheu hat, des öfteren auch das Wort `ich` in seinen Besprechungen zu verwenden. Überhaupt unterscheide sich Schuhs Kritikertätigkeit in mancher Hinsicht von der Mehrheit seiner Kollegen, etwa weil er sich als Kritiker nicht "als Instanz begreift" und es ihm weniger um die üblichen Kritikerparameter geht, als ums Nachdenken: Ein Nachdenken, dass nach Bartmann auf "unwiderstehliche" Weise von einer schönen Melancholie geprägt ist. Ihm gefällt Schuhs Hang zu Plaudereien, hinter denen sich "durchaus gravierende Betrachtungen" entdecken lassen. Zwar scheint nach Bartmann die Zusammenstellung der Texte dieses Bandes auf den ersten Blick nicht direkt mitreißend, doch bei genauerer Betrachtung erschließe sich doch die Denkweise Schuhs, so dass sich seine Texte "einschließlich der Taschenbuchrezensionen als Fortsetzungsroman" lesen lassen.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








