Herausgegeben von Ursula Müller und Christiane Scheidemann. Die Frau als treusorgende Gefährtin des großen Diplomaten hat im Bild der Öffentlichkeit Tradition. Die Frau als Diplomatin war und ist weitgehend unsichtbar. Dabei haben Frauen - trotz aller gesellschaftlicher Hindernisse - schon immer Politik gemacht. Erstmals wird die Geschichte und Situation von Frauen im Auswärtigen Dienst thematisiert. Der Blick hinter die Kulissen dieser typischen Männerdomäne zeigt eine interessante Welt, jenseits aller Klischees, vielschichtige Bilder, bestimmt von Gegensätzen an exotischen Schauplätzen. Vierzig höchst unterschiedliche Frauen beschreiben sensibel, mit kantigem Humor und Selbstironie die Stolpersteine auf dem Weg zu ihrem "Traum-Beruf (?)". Sie lassen Menschen und Ereignisse Revue passieren. Keiner ist der Erfolg in den Schoß gefallen: Mit Willenskraft, Energie und Pioniergeist haben sie das Hin und Her zwischen fremden Kulturen, Tradition und Bürokratismus gemeistert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.12.2000
Die Rezension beginnt mit dem Hinweis darauf, dass im höheren Dienst nur 15 Prozent der Beschäftigten Frauen sind (im gehobenen: 41). Darob hat die Frauenbeauftragte des Auswärtigen Amtes diesen Band auf den Weg gebracht. Dargestellt werden in 48 Selbstporträts und 15 Porträts Diplomatinnen-Biografien, von Erica Pappritz, die 1919 die erste war, bis in die Gegenwart. Die Selbstporträts verschweigen nicht, so der Rezensent (Kürzel rab.), dass der Beruf "Schwierigkeiten im Privatleben" mit sich bringt. Vor allem aber werden "berufliche Höhepunkte" geschildert. Der den Beruf bestimmende Kammerton wird von Ministerialdirigentin Anna-Margareta Peters so auf den Punkt gebracht: "In der Sache Sinne".
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