Mit einem Vorwort von Gert Dahlmanns. Die Studie zeigt in klarer Sprache, dass die derzeitige Arbeitslosenversicherung der "New Economy" nicht gerecht wird. Ihre Autoren, Staatssekretär a.D. Johann Eekhoff von der Universität zu Köln und David F. Milleker vom Frankfurter Institut, fordern, die Aufgaben der Arbeitslosenversicherung neu zu bestimmen. Dabei entwerfen sie ein umfassendes, mittelfristiges Reformprogramm, in dessen Mittelpunkt die Rückführung des Arbeitslosengeldes auf eine Mindestsicherung steht. Vorgeschlagen wird auch eine deutliche Verringerung der Ausgaben für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Außerdem sollen eine Reihe von Leistungen, wie etwa die Weiterbildung oder die Möglichkeit zu einer höheren Absicherung, zukünftig in beitragsäquivalent gestalteten Wahltarifen angeboten werden. Durch die Verwirklichung dieser Vorschläge werde eine Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung um 2,5 Prozentpunkte möglich. Damit aber würde zum Abbau der Arbeitslosigkeit weit mehr erreicht als durch zusätzliche Mittel für die sogenannte Arbeitsmarktpolitik, denen in den vergangenen Jahren immer wieder der Vorzug gegeben worden sei.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2000
Wohlwollend skizziert Karen Horn die Thesen der beiden Autoren zu einer Reform der Arbeitslosenversicherung. Ihre Grundthese sei, dass das jetzige Modell für die wechselhaften Biografien in der "Neuen Ökonomie" viel zu schwerfällig sei. Daraus leiten die Autoren nach Horn ein Reformprogramm ab, das die Arbeitslosenhilfe auf eine Grundversorgung in Höhe des Sozialhilfesatzes reduzieren will. Zusätzliche Versorgungsleistungen, etwa Weiterbildung, könnten danach nur durch freiwillige Zusatzversicherungen gewährt werden. Nach Horn wollen die Autoren auf diese Weise die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung erheblich reduzieren und erhoffen sich davon eine wesentlich effizientere Belebung des Arbeitsmarktes.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…