Dieter Hildebrandt

Piano, piano!

Der Roman des Klaviers im 20. Jahrhundert
Cover: Piano, piano!
Carl Hanser Verlag, München 2000
ISBN 9783446199354
Gebunden, 352 Seiten, 20,35 EUR

Klappentext

Alfred Brendel fasst es kurz und bündig zusammen: "Das Klavier kann alles." Neben der klassischen Musik hat es sich im 20. Jahrhundert neue, faszinierende Bereiche wie Jazz, Film, Improvisation und Unterhaltungsmusik erobert. Dieter Hildebrandt erzählt diese Geschichte des Klaviers in all seinen Facetten: von Busoni bis Scott Joplin, von Rubinstein bis Gershwin, von Glenn Gould bis Keith Jarrett, von Horowitz bis Gulda. Eine Geschichte voll skurriler Erfindungen, Anekdoten und überraschender Wendungen - nicht nur der Musikstile!

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.12.2000

Erst mal malt Harald Eggebrecht, der grad selbst ein Buch über große Geiger veröffentlicht hat, ein eigenes Bild vom schwarzen "Ungeheuer", bevor er zu Dieter Hildebrandt kommt. Dem ist - nach der Geschichte des Klaviers im 19. Jahrhundert - auch die des 20. Jahrhunderts gut gelungen, findet der Rezensent. Das Jahrhundert hat mit seinen (Um-)Brüchen den "Roman bilderbogenartig und anekdotenträchtig zerspellt", im positiven Sinn, zwischen Vierteltonexperimenten, Jazz und dem "legendären Spezialstuhl" Glenn Goulds, so Eggebrecht. "Peinlich" findet der Rezensent nur die "Menge der Druckfehler und Fehlschreibungen".

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 16.11.2000

Wow, das ist mal eine Buchkritik! Wolfram Goetz macht mit bestem Sprachwitz und in schöner Anschaulichkeit Lust auf Hildebrandts zweites Klavierbuch (das erste betraf das 19. Jahrhundert). Das "Patchwork herrlicher Anekdoten, brisanter Zeitenwenden" ist voll von Einsichten, so Goetz, beschreibt die Loslösung aus der Tonalität ebenso wie den Aufstieg des Jazz und die Entwicklung mechanischer Klaviere. Hildebrandt pendelt "aufopferungsvoll zwischen Alter und Neuer Welt", in der Fülle der musikalischen Eindrücke kommen nur die Pianisten zu kurz. Für Goerz würde die "fidele, oft zu Herzen gehende Lektüre" in ihrer positiven Wirkung noch gesteigert, wenn nicht derart viele Schreibfehler drin wären.

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