Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.11.2000
Ernst Horst, offensichtlich ein Naturwissenschaftler, dem die FAZ diese geisteswissenschaftliche Dissertation aufgab (diese Zeitung sagt ja nie dazu, wer die berühmten Männer sind, die für sie schreiben) beugt sich mit der Jovialität des heute besser Wissenden über die naturwissenschaftlichen Überlegungen des 18. Jahrhunderts und kann sich gar nicht genug daran delektieren, dass man etwa glaubte, Elektrizität könne Unfruchtbarkeit heilen. Im Grunde begnügt sich die Rezension mit der Aufzählung solcher Kuriosa, die aber eine Schwäche des Buchs widerzuspiegeln scheint, denn glaubt man Horst, so lässt der Autor bei aller Materialfülle, die er ausbreitet, einen leitenden Gedanken vermissen. Was man allenfalls erfährt, ist, dass sich bestimmte Disziplinen wie etwa Musiktheorie und Physik, die seit der Antike nicht zu trennen waren, in dem Zeitraum, den der Band beschreibt, zu eigenen Disziplinen entwickelten.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…