Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
"Politik hat Führungsaufgaben. Man kann nicht nur tun, was die Mehrheit sagt." Aus dieser Überzeugung heraus macht Rita Süssmuth Politik - als Bundestagsabgeordnete, als Ministerin für Frauen, Familie, Jugend und Gesundheit und in ihrem Amt als Bundestagspräsidentin. Rita Süssmuth gehört seit Mitte der achtziger Jahre zu den Vordenkern der Union; als liberale und kluge Widersacherin trotzt sie dauerhaft den starren konservativen Positionen ihrer Partei. Mit dem Blick einer kritischen Politikerin analysiert Süssmuth den Umgang mit Macht und Machtkonstellationen, auch in der Ära Kohl, und verurteilt ausufernde Formen des Parteienstaates. Neben ihren persönlichen Erfahrungen mit Möglichkeiten und Widerständen politischen Handelns schildert sie ihre Visionen von einer zugleich effizienten und bürgernahen Demokratie und legt damit politische Memoiren vor, die stets die Zukunft der Republik vor Augen haben.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 23.11.2000
Auf die Frage, was von 1968 geblieben ist, soll Jürgen Habermas geantwortet haben: Rita Süssmuth. Mit dieser Anekdote versucht Margrit Gerste zu veranschaulichen, wofür die einstige CDU-Ministerin, Bundestagspräsidentin und jetzige Vorsitzende der Zuwanderungskommission des Bundestags steht: "eine Liberalisierung des Denkens bis ins bürgerliche Lager hinein", schreibt Gerste. Sie umreißt das politische Profil der politischen Quereinsteigerin, die Mitte der 80er Jahre von Helmut Kohl in die Regierung geholt wurde: von den politischen Gegnern geachtet, in der eigenen Partei angefeindet für ihre den "humanistischen Prinzipien der katholischen Soziallehre" (Gerste) verpflichteten Bemühungen um Integration von Einwanderern, Frauen, Aidskranken. Das "Phänomen Kohl", schreibt Gerste, werde von der Politikerin kühl und genau analysiert, sie verzichte weise auf Rachegelüste und Enthüllungen. Gerade auch das einführende Kapitel über Haackes Kunstwerk "Der Bevölkerung" mache das Buch besonders für junge Leser geeignet und interessant.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.11.2000
Kritik an Süssmuths Selbstdarstellung klingt bei Birgit Matuschek nicht an, eher Verständnis für jemanden, der seine Isolation in der eigenen Partei beschreibt und dennoch die Fortsetzung seiner Politik mit rationalistischen Mitteln preist. Für Süssmuth heißt das Überzeugungsarbeit leisten, im Offenen und im Verborgenen. Erfolge habe sie auf Anhieb nie verzeichnen können, zitiert Matuschek die ehemalige Bundestagspräsidentin, die auf hartnäckiges Verhandlungsgeschick setzte. Dabei stieß sie immer wieder auf heftigen Widerstand in der eigenen Partei: ob in der Aidspolitik, wo sie als Familien- und Gesundheitsministerin gegen Peter Gauweilers populistische Forderungen antreten musste, oder als Bundestagspräsidentin, die sich für Christos Reichstagsverhüllung gegen den Willen ihrer Fraktion stark machte. "Spannender als alle Theorie ist Rita Süssmuths sehr konkrete Beschreibung dieser Versuche, sie mundtot zu machen", schreibt Matuschek. Für die Rezensentin bringt das Kapitel über "Das Phänomen Kohl" nicht unbedingt etwas Neues; sie haben Süssmuths Ausführungen über die Bedeutung der Kunst im öffentlichen Raum (am Beispiel von Haackes "Erdtrog") inhaltlich mehr überzeugt.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








