Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 13.02 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Richard Overy

Die Wurzeln des Sieges

Warum die Alliierten den Zweiten Weltkrieg gewannen

Cover: Die Wurzeln des Sieges

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart 2000
ISBN-10 3421053375
ISBN-13 9783421053374
Gebunden, 496 Seiten, 34,77 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Englischen von Jürgen Charnitzky. In den dreißiger Jahren wurde die Weltordnung von erdbebenartigen Erschütterungen heimgesucht. Die Demokratie befand sich überall auf dem Rückzug und wehrte sich mit schwachen Kräften gegen die gewaltsame Woge von Imperialismus, Rassismus und völkischem Nationalismus. In der globalen Konfrontation spielte sich ein erbitterter, im voraus nicht zu berechnender Konflikt darüber ab, welche der verschiedenen politischen Alternativen sich behaupten würde. Richard Overy unternimmt aus zwei Richtungen eine historische Annäherung an das Thema: Die erste Hälfte des Buches untersucht die vier Hauptkriegsschauplätze, an denen die Alliierten zwischen 1942 und 1945 nach und nach die Oberhand gewannen: den Krieg zur See, den Bodenkampf an der Ostfront, die Bomberoffensive im Luftkrieg und die Rückeroberung Europas nach der Invasion im Westen. Der zweite Teil erforscht die Elemente, die diese militärischen Erfolge bedingten und verursachten.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 26.10.2000

Bernd Wegner zeigt sich zunächst verblüfft über eine einfache Frage von Overy, deren Antwort für alle klar auf der Hand liege: Warum eigentlich haben die Alliierten den Krieg gewonnen? Gar nichts sei klar, erklärt der Rezensent der folglich erstaunten Leserschaft, da gebe es quasi zwei Schulen: die eine sieht den Sieg der Alliierten in ihrer materiellen Überlegenheit begründet, die zweite hält die strategische Frage für entscheidend. Hier ordnet sich laut Wegner auch Overy zu, der glaubt, dass sich der Krieg erst in den Jahren 1942/43 zugunsten der Alliierten entschied. Das Buch sei in zwei Stränge gegliedert: Im ersten, konventionelleren Teil fragt Overy nach dem Wie des Sieges; im zweiten forscht er nach den Fakten, die die Überlegenheit der Alliierten schließlich ausmachten: die fortschreitende Technologisierung, die Bedeutung der moralischen Frage, leistungsfähigere Volkswirtschaften und flexiblere Politiker, die ihre Strategien der veränderten Lage anpassen konnten. Nicht in allen Punkte will Wegner Overy folgen, so sei seine Beurteilung der deutschen Kriegsführung in der Sowjetunion nicht mal auf dem Stand der Forschung. Immer aber, betont Wegner, ist das Buch gut, oftmals auch spannend zu lesen und bietet eine `in sich schlüssige Gesamtinterpretation`.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren