Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Die christliche Religion verliert in der westlichen Welt ihre einstmals die gesamte Gesellschaft prägende Kraft. Die Zeichen und Handlungen des Glaubens sind für viele längst zu leeren Hülsen geworden, und das Wissen über die Inhalte und ihre Bedeutung schwindet. Die Kirche scheint keine Antworten auf die Fragen unserer Zeit geben zu können. Der Journalist Peter Seewald befragte Joseph Kardinal Ratzinger, den autorisierten Hüter der katholischen Lehre, nach den grundlegenden Dingen des Glaubens. Jenseits von wissenschaftlichen Disputen geht es in dem Gespräch um die Grundpfeiler und Bausteine von Christentum und Kirche, um das Lesen der Bibel, das Wesen Gottes und der Schöpfung, um Jesus, um die urspüngliche Gestalt der Kirche, das Papsttum, um Dogma und Zweifel.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 18.02.2002
Hartmut Meesmann wendet sich in einer Dreifachbesprechung von Büchern zur katholischen Theologie kurz dem Buch mit einem Seewalds Gesprächsbuch mit Kardinal Ratzinger zu. Er findet es sehr "lesenswert", weil es die Position des umstrittenen Kardinals verdeutlicht, die sich durch ein Festhalten an der "Reinerhaltung der katholischen Glaubenslehre" auszeichnet. Dabei wundert es den Rezensenten überhaupt nicht, dass er in dem Gespräch wiederholt auf die "typische Sondersprache theologischer Unerbittlichkeit" stößt.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 07.12.2000
Hansjacob Stehle weiß es sehr zu schätzen, dass sich Kardinal Ratzinger sich den Fragen von Peter Seewald gestellt hat und hier Christen dabei behilflich sein will, den `schwer durchdringlichen Urwald` der Kirche `auszuleuchten`, wie er im Vorwort selbst sagt. Und so wertet der Rezensent dieses Buch als "neuartigen Religionsunterricht", der summa summarum "zuweilen langatmig, doch nie kurzschlüssig und ohne dürren Predigtstil" erscheint. Für die persönlichen Ansichten Ratzingers, die in diesem Band deutlich werden, nennt Stehle mehrere Beispiele. So etwa seine Ablehnung gegenüber dem Verzicht auf "lateinische Liturgie oder Aufwertung der Laien". Oder auch seine Forderung nach `innerkirchlicher Toleranz`. Insgesamt zeigt sich der Rezensent von Ratzingers "stilistischer wie gedanklicher Geschicklichkeit" durchaus beeindruckt.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.12.2000
Im Vergleich zum 1996 erschienen Band "Salz der Erde", mit dem Peter Seewald schon einmal Interviews mit Joseph Kardinal Ratzinger vorgelegt hat, schneidet der vorliegende Band in den Augen von Matthias Drobinski weniger gut ab. Der Reiz des ersten Bandes lag seiner Ansicht nach vor allem darin, dass Seewald damals gerade aus der Kirche ausgetreten war und daher auch kritische Fragen gestellt hat. Nun ist Seewald aber wieder in die katholische Kirche eingetreten und "nennt Ratzinger seinen Meister", wie der Leser erfährt. Drobinski findet, dass dies dem Buch die Spannung nimmt und Seewalds Fragen sogar oftmals ins "Schwärmerische" abgleiten. Dennoch weiß der Rezensent es zu schätzen, dass Seewald die Fragen "gut vorbereitet und sorgfältig aufgearbeitet" hat. Und der Leser erfahre doch so allerhand über Ratzingers Glauben, seine Hoffnungen, was die Katholische Kirche betrifft und über seine Standpunkte etwa zur Gentechnik oder der "universitären Theologie". Ratzinger zeigt sich, wie Drobinski betont, als "intelligenter, ernsthafter und doch auch unterhaltsamer Gesprächspartner". Dass allerdings das Konfliktthema der Schwangeren-Beratung hier völlig ausgeklammert wird, hält der Rezensent für einen "Fehler".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








