Klaus Peter Dencker, visueller Poet, Germanist und Medientheoretiker, dokumentiert das Formenspektrum optischer Poesie von den prähistorischen Anfängen bis in die digitale Gegenwart. Das Kompendium bietet eine Typologie der optischen Literatur, einen internationalen historischen überblick mit einer Vielzahl von Abbildungen, eine Zeittafel, eine Dokumentation wichtiger Publikationen und Ausstellungen sowie ein Personen- und Sachregister, mit dem der umfassende Anmerkungsapparat erschlossen werden kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.2012
Michael Lentz ist hellauf begeistert von diesem Buch. Ein Buch für geistige Anstalten und narzisstische Autoren, die nicht glauben werden, was sie alles nicht erfunden haben, sondern bereits Jean Paul oder gar die Meister der Technopägnien, scherzt Lentz. Ernst ist es ihm mit der Huldigung des Autors, des Poeten und Literaturwissenschaftler Klaus Peter Dencker. Der hat also mit seinem historische Orientierung versprechenden Leitbegriff der optischen Poesie eine Pionierleistung hingelegt, die Lentz dazu veranlasst, ebenso über früheste Konzeptualisierungen nachzudenken sowie über ganz und gar Eigenständiges (Musikalische Grafik, Kinetische Poesie). Trotz seiner enormen Kenntnisse der Materie lässt ihm der Autor den Raum dazu. Hilfreich wäre dazu freilich gewesen, moniert der Rezensent, hätte der Band ein zuverlässigeres Personen- und Sachregister und eine Bibliografie mitbekommen. Dass Letztere fehlt, kann er sich angesichts eines derart inspirierenden Buches wirklich nicht erklären.
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