Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.10.2000
Ohne sich sonderlich auf das Reizthema "Hellinger" einzulassen, beschreibt Tilman Moser dieses neue Buch des ehemaligen Ordensgeistlichen als Variation zum Thema "andächtig, gesammelt, demütig". So nämlich soll ein Therapeut sich mit seinen Patienten befassen. Moser erwähnt zwar, dass Hellinger vielen "arrogant und dogmatisch" erscheint, springt dann in seiner kurzen Besprechung aber schnell zum auch ihm längst bekannten Kern des Hellinger`schen Systems: viele Menschen sind psychisch und emotional an "verschwundene Menschen" gebunden, müssen sich durch stellvertretende Gegenüberstellung neu verstricken und dann erlösen. Das Buch, so Moser, enthält Widerholungen, was ihn aber offenbar nicht gestört hat. "Positive wie negative Faszination", schreibt er, geht von diesem Mann aus. Seine Bücher- und Videoliste, klärt Moser zum Schluss auf, umfasst alleine sechzehn Seiten.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…