Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 19.57 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Alain Cabantous

Geschichte der Blasphemie

Cover: Geschichte der Blasphemie

H. Böhlaus Nachf., Weimar 1999
ISBN-10 374001105X
ISBN-13 9783740011055
gebunden, 305 Seiten, 29,65 EUR

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Klappentext

Die Gotteslästerung und die Schmähung, die Verwünschung und das religiöse Schimpfwort, der Fluch und der Eid - das Wort als Waffe, die verbale Aggression als Ritual, der Bruch mit dem Göttlichen. Was ist eigentlich Blasphemie? Theologen und Laien, Juristen und Historiker geben darauf unterschiedliche Antworten. Alain Cabantous legt eine interessante Kulturgeschichte dieses gesellschaftlichen Phänomens ab dem 16. Jahrhundert vor.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.10.1999

Wer meint, ein Todesurteil wegen Blasphemie, wie es der iranische Ajatollah Chomeini gegen Salman Rushdie verhängt hat, wäre dem christlichen Abendland grundlegend fremd, der sollte Alain Cabantous lesen, meint Ulrike Brunotte. Sie hält seine "Geschichte der Blasphemie" für die überzeugende Demonstration der fundamentalen Rolle, die die Blasphemie und ihre Bekämpfung bei der Entstehung der modernen europäischen Gesellschaften gespielt haben. Von der Wucht der Beweise hat sich Brunotte offenbar mitreißen lassen. So schreibt sie denn auch sehr einnehmend. Sehr überzeugend stellt sie Cabantous Grundgedanken dar, wie sich über die "Gotteslästerung" das Verhältnis zwischen einem zu zivilisierenden Volk und einer disziplinierenden Obrigkeit zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert herausgebildet hat. Allein die Fülle der in dem Buch präsentierten Prozessakten hält Brunotte für bisweilen etwas ermüdend.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren