Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Anette Grube. Zwei Frauen - zwei charakterstarke Stimmen - vor dem Hintergrund der siebziger Jahre, widerspenstig und zerstreut die eine, überschäumend und respektlos die andere. Effie erzählt. Ausdauernd, ausführlich, aufgedreht - über das träge Chaos ihres Studentenalltags in Dundee, Nora, ihre Mutter, lakonisch und entspannt, unterbricht, kommentiert, hört zu. Zögernd nur und bruchstückhaft beginnt auch sie zu reden. Effie ist geschockt: ein überreiches Leben, erfüllt von Liebe und Tod, Hass, Krankheit und Mordlust. Ganz nebenbei erfährt sie, dass nicht Nora ihre Mutter ist, sondern ein Hausmädchen der Familie, von dem sie noch nie gehört hat. Und ebenso nebenbei kommt heraus, dass Nora nicht ganz unschuldig am Tod ihrer schönen älteren Schwester zu sein scheint ...
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.08.2001
"Durchaus ehrbaren Unterhaltungswert" bescheinigt Angela Schrader in ihrer kurzen Besprechung dem neuen Roman von Kate Atkinson. Mit Matratzennestern, schmuddeligen Badezimmern und schimmeligen Eisschränken aus der Klamottenkiste der Hippiezeit staffiere die Autorin ihre Geschichte aus dem Universitätsmilieu der 70er Jahre präzise aus. Die Protagonistin bewege sich, von schwierigen Familienverhältnissen auf den Campus getrieben, in einer zeittypischen Szenerie. Diese sei vom mit allerlei Strategien verweigerten Dialog zwischen elfenbeinernen Lehrkräften und literarisch ambitionierten Studenten beherrscht. Daneben ist, so die Rezensentin, immer wieder die Immanenz der Erzählung durchbrochen. Das Erzählen reflektiere sich selbst und entzöge die Romanhandlung "der Macht des (scheinbar) Faktischen". Das gestatte es dem Leser, sich aus der "Ebene der schrägen Gefühle" zu retten.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.10.2000
Dem Thema des neuen Romans ist Birgit Weidinger schon in Atkinsons früheren Büchern begegnet: die kleineren und größeren Dramen des (Familien-)Lebens, bei denen immer eins das nächste ergibt. Im Mittelpunkt dieses Romans stünden zwei Frauen, die als Mutter und Tochter auftreten, so genau wisse man das irgendwann nicht mehr, meint Weidinger, da die Autorin ständig die Zeiten, Perspektiven und Ebenen wechsele. Schräglagen des Lebens, die von Atkinson wortgewaltig und metaphernreich geschildert würden. Von "Bilderstrudeln" ist da die Rede, die Anette Grube geradezu "inbrünstig" und dem Original nacheifernd ins Deutsche übertragen haben soll. Für Weidinger schießt Atkinson dabei - auf zugegeben phantasievolle Weise - zu sehr über ihr Ziel hinaus. Die Autorin vergleicht sie darum mit einem Barmixer: in ihrem Drink sei alles enthalten, Süßes und Saures, eine wilde Mischung eben, deren Genuss nicht ohne eventuelle Nebenwirkungen zu haben sei. - Was rät man in solchen Fällen? Portiönchenweise genießen, meint der Perlentaucher.
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Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







