Eines der erfolgreichsten Bücher von Fritz Stern ist - eine Anthologie. Zwei Ziele hatte der noch junge Historiker vor Augen, als er vor mehr als einem halben Jahrhundert die erste von vielen Auflagen herausbrachte: Er wollte die Betrachtungen ganz unterschiedlicher Historiker über die großen Fragen der Geschichte vorstellen und zugleich den Leser mit den wichtigsten Tendenzen der Geschichtsschreibung seit der Mitte des 18. Jahrhunderts vertraut machen. Das Ergebnis war ein Geniestreich, ein Füllhorn historischer Reflexionen, das nicht nur die Kunst und Vielfalt der Geschichtsschreibung ausbreitet, sondern auch ihre Irrwege nicht verschweigt. Meisterhistoriker wie Voltaire, Macaulay oder Theodor Mommsen sind hier deshalb ebenso kennenzulernen wie das Geschichtsbild der Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Gemeinsam mit Jürgen Osterhammel hat Fritz Stern diesen Klassiker unter den historischen Anthologien nun grundlegend überarbeitet und dabei so aktualisiert, dass die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte bis hin zur Geschichte der Globalisierung und der Überwindung des Eurozentrismus ihren Platz gefunden haben.
Keinen Sammelband, sondern ein "Lieblingsbuch" möchte Rezensentin Elisabeth von Thadden anzeigen, das Lieblingsbuch des großen Historikers Fritz Stern. Zum ersten Mal herausgegeben hat er es 1956. Damals versammelte er Essays der bedeutendsten Historiker der Moderne: Voltaire, Leopold Ranke, Thomas Carlyle oder Jules Michelet, Theodor Mommsen, Johan Huizinga oder Thomas Babbington Macauly. Ein echter Klassiker also. In dieser Neuausgabe nun ist ein zweiter Teil hinzugekommen, der etwas mehr Weltoffenheit in die Geschichtswissenschaft bringt und auch der Globalhistorie Rechnung trägt. Die Rezensentin findet es großartig und lobt das Buch schließlich auch als "musikalisch", weil es so viele Variationen biete, in denen aber doch das Leitmotiv "Universalgeschichte" hörbar bleibe.
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