Aus dem Amerikanischen von Klaus Binder. In ihrem Picasso-Buch konzentriert sich die Autorin Mary Ann Caws auf das Netz der Beziehungen um den Maler, auf die Geliebten und Musen, auf die Familienangehörigen und Kinder, die Schriftsteller-Freunde und Kunsthändler. So entsteht ein zeitgenössisches, sehr lebendig gezeichnetes Bild von Picasso, welches die Gewichte anders lagert, als dies bis anhin geschehen ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.03.2011
Peter Geimer reibt sich die Augen angesichts der Naivität dieser Picasso-Biografie von Mary Ann Caws. Der Künstler als Originalgenie - haben wir das nicht schon längst hinter uns? Die Autorin ganz offenbar nicht, wie Geimer feststellen muss. Bei Caws erscheint Picasso als genialer Mensch. Punkt. Weder eine originelle Auseinandersetzung mit dem Werk, noch eine befriedigende Ausführung der von Caws gewählten und für Geimer eigentlich nicht unspannenden Perspektive auf den Maler und die Schriftsteller findet er in diesem Buch. Bloß die hohltönende, nicht mal chronologisch geordnete Aufzählung von Bekanntschaften nebst tautologischer Heldenverehrung nach dem Motto: Picasso ist genial, weil er Picasso ist.
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