Stimmung, körperliches Befinden, Arbeitsabläufe, Lernfähigkeit: Unsere innere Uhr beeinflusst unser Leben vielfältig. Der führende Chronobiologe Till Roenneberg zeigt, dass uns der persönliche Biorhythmus bereits in die Wiege gelegt ist und seine Missachtung weitreichende Folgen hat. Mindestens jeder zweite lebt permanent im Jetlag, denn unser innerer Schlaf-Wach-Rhythmus stimmt nur selten mit gesellschaftlichen Zeitplänen überein. Warum steckt der jüngere Kollege die Schichtarbeit besser weg als ich? Warum fallen mir bei einer Abendgesellschaft fast die Augen zu, wenn alle anderen noch feiern? Weshalb macht uns die Sommerzeit jedes Mal wieder zu schaffen? Und warum kann schlechtes Timing in der Ehe auch etwas mit der Chronobiologie zu tun haben?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.01.2011
Till Roenneberg erkundet unser System der Unausgeschlafenen, den dauernden Jetlag. Manuela Lenzen zeigt sich beunruhigt nicht nur angesichts einer von chronischer Zeitnot und Übermüdung gepeinigten Gesellschaft, sondern auch von Roennebergs Einwänden gegen die viel propagierte Mußeplanung und seinem deterministischen Menschenbild. Demnach nämlich ist es gar nicht so einfach, wenn nicht unmöglich für unsereins, Ruhe zu finden, wenn wir nicht unsere Innenzeit, unseren Chronotyp (Lerche oder Eule?) berücksichtigen. Dass sie ihr Schlafverhalten nicht beliebig im Griff hat, möchte Lenzen einfach nicht glauben. Auch ist ihr der Autor in seinem Text etwas zu sehr präsent. So fesselnd ihr das Thema eigentlich erscheint, so wenig überzeugt sie die Darstellungsform, ein ihr unsinnig vorkommender Mix aus Fakten und Erfundenem, wobei Letzteres in den Fußnoten wiederum "richtiggestellt" werde, wie die Rezensentin leicht verwirrt feststellt.
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