Aus dem Englischen von Monika Niehaus. Eigentlich dürfte es ihn gar nicht geben, so modern ist er: der mechanische Kalendercomputer von Antikythera, ein Apparat, mit dem die Griechen um 100 vor Christus verschiedenste Kalendarien und Zeitzyklen vorausberechnen konnten, dazu die Bewegung der Himelskörper, den Verlauf von Sonne und Mond durch den altägyptischen Tierkreis und vieles mehr. Eine analoge Rechenmaschine auf hohem Niveau, die ohne Strom und Programmabstürze auskam. Seit hundert Jahren fasziniert dieser Fund die Forscher. Seine Entdeckung, Rekonstruktion und allmähliche Enträtselung sind eine schillernde Abenteuergeschichte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.03.2011
Für Michael Stallknecht bietet dieses Buch Wissenschaftsjournalismus at its best. Spannend und voller Erkenntnismöglchkeiten scheint ihm der Band, wenn die Autorin Jo Marchant nicht nur die Geschichte des Antikythera-Mechanismus' erzählt, sondern auch noch von den Ränken und Zufällen seiner Erforschung über die Jahrzehnte. Stallknecht regt das zu Mutmaßungen an über die Bedeutung des technischen Fortschritts innerhalb der Weltgeschichte allgemein und im Hellenismus im Speziellen. Und das alles auf eine Art verfasst, so versichert der Rezensent, die auch dem Laien Datierungsmethoden und Röntgentechnik verständlich macht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.01.2011
Jo Marchants Buch über den 2000 Jahren alten analogen Kalendercomputer von Antikythera hat Rezensent Günter Paul fasziniert. Ausführlich referiert er die Geschichte der Entschlüsselung dieser 1901 gefundenen Rechenmaschine, die der Forschung zahlreiche Rätsel aufgab. Er bescheinigt der Autorin, diesen historischen Fund geradezu "heroisch" zu rekonstruieren. Auch wenn Marchant in seinen Augen gelegentlich abschweift, etwa wenn sie eingehend über frühe Tauchtechniken berichtet, findet er ihre Darstellung insgesamt recht spannend.
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