Gutes Deutsch kann man lernen. Thomas Steinfeld liefert eine unkonventionelle Stilkunde. Wie baut man einen gelungenen Satz? Welche Rolle spielen Klang und Rhythmus? Der beste Zugang zur Sprache führt über die Schriftsteller, die in den großen Texten der deutschen Literatur ihre Ausdrucksmöglichkeiten seit 200 Jahren erprobt und weiterentwickelt haben. Steinfeld zeigt immer neue Wunder und Schönheiten und öffnet Ohren und Augen für die Lebendigkeit der deutschen Sprache.
Dies ist eine Stilfibel, die jeder im Haus haben sollte, meint Rezensentin Ursula März. Denn der Autor, SZ-Feuilletonchef Thomas Steinfeld, jammert nicht über den Verfall der deutschen Sprache, so März, sondern analysiert anhand ausgewählter Texte von Lessing, Lewitscharoff, Henscheid oder Rainald Goetz ihre Feinheiten und Entwicklungen. März lobt die "fröhliche" Wirkung des Buchs und empfiehlt es als Gegengift zu dem trockenen und phrasenhaften Deutsch etwa eines Josef Ackermann. Denn dies hat sie von Steinfeld gelernt: "Schön ist die Sprache immer dann, wenn man einen Menschen in ihr wahrnimmt", zitiert sie den Autor.
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