Aus dem Englischen von Thomas Mohr. Er ist ein Wanderer, der nie anzukommen scheint: Damon, der junge Mann, der auf langen Reisen nach sich selbst sucht und dessen Weg stets auch in sein Inneres führt, ist ein Rastloser, ein Getriebener. Heimatlos, aber voller Sehnsucht nach einem Ort oder einem Menschen, der ihm Geborgenheit vermitteln kann. Doch ob als Gefährte eines jungen Deutschen in Afrika, als Begleiter einer Gruppe Rucksacktouristen oder als Beschützer einer psychisch labilen Frau: Er muss schließlich alle Wege allein zu Ende gehen. Sein Leben aber wird durch jede Reise tief geprägt und für immer verändert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.05.2011
Sichtlich beeindruckt ist Alexander Müller von Damon Galguts Roman "In fremden Räumen". Im Mittelpunkt sieht er einen Getriebenen, Rastlosen, dessen Reisen nichts Touristisches an sich haben, sondern Flucht, Suche und Erkundung des Fremden gleichermaßen sind. Die Begegnungen mit anderen Menschen - einem Deutschen, der sich als Philosoph geriert, kiffenden Rucksacktouristen oder einer suzidalen Frau - enden bitter. Müller lobt den ruhigen, lakonischen Ton des Autors, den hohen Grad an Reflexion, die tiefen, aber nie voyeuristischen Einblicke in das Seelenleben des Protagonisten und die Intensität der Beschreibung. Sein Fazit: ein "ernsthaftes, bewegendes und kluges Buch".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.12.2010
Alex Rühle stellt das jüngste Buch des Südafrikaners Damon Galgut vor, das drei Reisenovellen versammelt. Die erste Geschichte erzählt von der - schwulen - Neigung des Erzählers zu einem narzisstischen Deutschen auf einer Wanderung durch Lesotho, in der zweiten verliebt er sich in einen Schweizer Zwilling, dem er aus Afrika bis nach Genf nachreist, die dritte schildert eine Indienreise mit einer suizidalen Freundin, lässt der Rezensent wissen. Rühle, der Galgut vor zwei Jahren in Kapstadt besucht hat und ihn als zurückgezogenen und brillanten Schriftsteller und "Drifter" kennengelernt hat, bewundert dessen virtuosen Umgang mit Perspektivwechseln und zeigt sich von seiner "kargen" und gleichwohl eindringlichen Sprache beeindruckt. Und im Wechsel zwischen der ersten und der dritten Person der Erzählerstimme wird dem Rezensenten bewusst, dass man dem Autor "näher" ist, "als man anfangs denkt".
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