Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Peer Steinbrück
Unterm Strich
Klappentext
Peer Steinbrück analysiert schonungslos die Lage und zeigt Wege aus der Krise. Seine Botschaft ist eindeutig: Egal ob es um die Stärkung unserer Wirtschaft, die Stabilität der sozialen Sicherungssysteme oder die Lage der Parteien (insbesondere der SPD) geht: Eine gute Zukunft unseres Landes hängt davon ab, dass Politik und Bürger sich offen eingestehen, welche Schnitte nötig sind, statt Tabus zu pflegen und mit unhaltbaren Versprechungen von den Problemen abzulenken.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.10.2010
Martin Walser himself hat für die Zeit Peer Steinbrücks Rückblick auf die Finanzkrise gelesen, und die Lektüre hat ihn schlicht und einfach umgehauen. Zwar gibt Walser zu, den großen Bankencrash nur über die Fernsehnachrichten verfolgt und deshalb durchaus Nachholbedarf in tieferer Analyse zu haben, aber was der damalige Finanzminister ihm hier alles auftischt, hat ihm den Atem geraubt. Dass Manager genauso sorglos mit der Realität umgehen wie Feuilletonisten, das hätte sich Walser nicht träumen lassen! Unmöglich, Walsers Text in einer kurzer Notiz wiederzugegeben, ausführlich und immer noch ungläubig rekapituliert Walser die irrsinnigsten Kapriolen des Finanzmarkts. Als eine wichtige Erkenntnis nimmt er aus der Lektüre aber mit, dass wir uns nicht nur von einer entfesselten Wirtschaft "mitschleifen" lassen dürfen, es gelte das Primat der Politik. Und auch wenn hier ein SPD-Finanzminister schreibt hat Walser in diesem Drama ganz klar "mehr Shakespeare als Godesberg" gefunden.
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