Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 22.02.2012, 15.59 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Peer Steinbrück

Unterm Strich

Cover: Unterm Strich

Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2010
ISBN-10 3455501664
ISBN-13 9783455501667
Gebunden, 479 Seiten, 23,00 EUR

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Klappentext

Peer Steinbrück analysiert schonungslos die Lage und zeigt Wege aus der Krise. Seine Botschaft ist eindeutig: Egal ob es um die Stärkung unserer Wirtschaft, die Stabilität der sozialen Sicherungssysteme oder die Lage der Parteien (insbesondere der SPD) geht: Eine gute Zukunft unseres Landes hängt davon ab, dass Politik und Bürger sich offen eingestehen, welche Schnitte nötig sind, statt Tabus zu pflegen und mit unhaltbaren Versprechungen von den Problemen abzulenken.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.10.2010

Martin Walser himself hat für die Zeit Peer Steinbrücks Rückblick auf die Finanzkrise gelesen, und die Lektüre hat ihn schlicht und einfach umgehauen. Zwar gibt Walser zu, den großen Bankencrash nur über die Fernsehnachrichten verfolgt und deshalb durchaus Nachholbedarf in tieferer Analyse zu haben, aber was der damalige Finanzminister ihm hier alles auftischt, hat ihm den Atem geraubt. Dass Manager genauso sorglos mit der Realität umgehen wie Feuilletonisten, das hätte sich Walser nicht träumen lassen! Unmöglich, Walsers Text in einer kurzer Notiz wiederzugegeben, ausführlich und immer noch ungläubig rekapituliert Walser die irrsinnigsten Kapriolen des Finanzmarkts. Als eine wichtige Erkenntnis nimmt er aus der Lektüre aber mit, dass wir uns nicht nur von einer entfesselten Wirtschaft "mitschleifen" lassen dürfen, es gelte das Primat der Politik. Und auch wenn hier ein SPD-Finanzminister schreibt hat Walser in diesem Drama ganz klar "mehr Shakespeare als Godesberg" gefunden.

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Archiv: Bücherschauen

Mit offenem Visier

22.02.2012: So spannend und lehrreich wie Siddharta Mukherjees Buch "Der König aller Krankheiten" wünscht sich die FAZ Medizingeschichte. Die FR liest bei Antonio Lobo Antunes nach, wie sich auch bei ihm eine igelige Frucht einnistete. Ganz schön perplex ist die taz nach Lektüre von Dietmar Daths und Barbara Kirchners Manifest "Der Implex". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

F.C. Delius: Als die Bücher noch geholfen haben

20.02.2012: Friedrich Christian Delius erzählt in seinen biografischen Skizzen "Als die Bücher noch geholfen haben" auch ein Stück Literaturgeschichte der Bundesrepublik, von Treffen mit Kollegen in Ostberlin, wie Bücher durch die Mauer geschmuggelt wurden, von den Grabenkämpfen der Linken und seiner Arbeit als Lektor. Lesen Sie hier, warum F.C. Delius kein Kritiker wurde und warum er 1966 in Princeton schwieg. Mehr lesen

Joachim Kalka: Die Katze, der Regen, das Totenreich

16.02.2012: Joachim Kalka sinniert über das Leben und seine unwiderstehlichen Seiten, etwa den Dialog: "Wir möchten Brautbilder haben ... - Wie viel? - Ein halbes Dutzend bitte. - Soviel wern ma gar net ham (Nimmt Bilder und zeigt sie her). - Von uns wollen wir doch Bilder haben, das sind wir ja gar nicht. - A so, von eahna wollens welche ham, ja de müssten aber extra angefertigt werden ... Diese Firmlingsbilder wern sehr gern gekauft - oder soll's was in Uniform sein?..." -  Lesen Sie hier einen Auszug aus "Die Katze, der Regen, das Totenreich". Mehr lesen

Tamta Melaschwili: Abzählen

13.02.2012: Gewitzt muss man sein, wenn man in Kriegszeiten nicht nur überleben, sondern auch noch Zigaretten und Klamotten will, wie die jungen Mädchen Ninzo und Zknapi im Debütroman der georgischen Autorin Tamta Melaschwili. Lesen Sie hier den Anfang. Mehr lesen

Archiv: Buchautoren