Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.42 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Steven Uhly

Mein Leben in Aspik

Roman

Cover: Mein Leben in Aspik

Secession Verlag, Berlin 2010
ISBN-10 3905951002
ISBN-13 9783905951004
Gebunden, 264 Seiten, 22,95 EUR

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Klappentext

Die Liebe ist schön. Die Liebe ist schrecklich. Die Suche nach den Wurzeln ihres Scheiterns führt in Abgründe. Werden sie gefunden, ist das Leben voller Möglichkeiten. Die Gegenwart ist ein helles Versprechen, die Vergangenheit ein verborgenes Labyrinth. Das Debüt von Steven Uhly zeigt, wie beide einander bedingen, und dass jede Familiengeschichte tiefer im Dunkel der verlorenen Zeit wurzelt und weiter ins Jetzt hineinragt, als es ihren Mitgliedern lieb ist. Die Forschungsreise des Helden in dieses Labyrinth der Vergangenheit wird zu einer Lebensschilderung seiner Gegenwart.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 02.09.2010

Als "irrwitzigen Barock-Poetry-Slam" feiert Florian Illies dieses fulminante Romandebüt, dessen Lektüre ihn einige Stunden lang durch ein "waghalsiges Spiel aus Wahrheiten und Täuschungen" geführt hat. Selten habe es in den letzten Jahren so viel Spaß gemacht, auf einen Autor hereinzufallen. Oberflächlich betrachtet handele es sich um eine Familiengeschichte. Doch während die Handlung im Höllentempo auf verschiedene Metaebenen hochjage, eine Oma von ihrem Enkel ein Kind bekomme, der Opa hinter seiner jüdischen Identität eine Mörderbiografie verberge und anderweitiger Aberwitz den Leser gelegentlich aus der Bahn zu werfen droht, führt diese Slapstick-Komödie den begeisterten Kritiker schließlich ins "dunkle Herz der Bundesrepublik". Ein Buch, das Illies nicht nur als Kommentar zu den "gegenwärtigen psychologisches Aufarbeitungsversuchen" der Flakhelfer-Generation lesen kann, sondern dessen Qualität er vor allem in der Lust des Autors an der "nackten Wahrheit" und einer ungeheuren Komik sieht.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren