Aus dem Französischen von Ulrich Kunzmann. Mit einem biografischen Essay von Clemens Fürst von Metternich. Ausgewählt und mit einem Vorwort von Honore de Balzac. "Der Autor des vorliegenden Textes muss bekennen, dass sein einziges Verdienst darin besteht, mehrere Jahre lang die Publikationen über Napoleon geduldig durchforscht zu haben, in denen die Äußerungen dieses großen Herrschers festgehalten wurden. Außerdem rechnet er es sich als Verdienst an, dass er sich der Bedeutung des Werkes bewusst war, das so entstehen sollte und das für Napoleon die gleiche Aussagekraft wie das Evangelium für Jesus Christus hat." So Balzac in seinem Vorwort. Eine biografische Skizze Napoleons von seinem großen politischen Gegner Clemens Fürst von Metternich schließt diesen Band ab.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.05.2010
Gustav Seibt erkennt in den von Honore Balzac aus zeitgenössischen Quellen ausgewählten "Maximen und Gedanken" von Napoleon das aufschlussreiche Porträt eines kühlen Machtpolitikers. Denn fast immer gehe es in den ausgewählten Sätzen um Machterwerb oder ihren Erhalt, stellt der Rezensent fest, dem auffällt, dass sich außer einer "völligen Illusionslosigkeit" kein rechtes politisches System aus Napoleons Maximen herausdestillieren lässt. Äußerungen zur Selbstbeschreibung allerdings wehen ihn mitunter geradezu "unheimlich" an, etwa wenn Napoleon sich als reinen Kopfmensch zeichnet. Nachdrücklich lobt er den Verlag noch dafür, dass er dem Band einen Essay Metternichs beigegeben hat, den er für seine glänzende Charakterisierung Napoleons preist. Das weckt auch den Wunsch des Rezensenten nach einem Band mit ausgewählten Schriften Metternichs.
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