Ausgehend vom Diskurs über eine neue Präsenz des Todes in der Gesellschaft analysieren die Autorinnen und Autoren historische und aktuelle Formen der Visualisierung von Tod und Sterben und des sichtbaren Totengedenkens. Anhand von Beispielen der Erinnerungskultur, Darstellungen in den Medien, der Kunst und der Literatur können Kontinuitäten nachgezeichnet und Brüche erhellt werden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.03.2010
Ist es eine frohe Botschaft, die der Rezensent den auf ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zurückgehenden Bänden zum Thema gesellschaftlicher Umgang mit dem Tod entnimmt? Die hier von Soziologen, Medizinern, Juristen und Philosophen aufgespürten Veränderungen hin zu einer zunehmend individuellen Aneignung des Todes mit Privatbegräbnissen, Kompostierung oder Totenasche als Schmuck scheinen Helmut Mayer zu gefallen. Wie ihm auch das hier dokumentierte veränderte Image der Bestattungsinstitute zeigt: Der Leichnam kehrt zurück ins Leben.
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