Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gunter Hofmann

Richard von Weizsäcker

Ein deutsches Leben

Cover: Richard von Weizsäcker

C. H. Beck Verlag, München 2010
ISBN-10 3406598099
ISBN-13 9783406598098
Gebunden, 295 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Das Amt des Bundespräsidenten war Richard von Weizsäcker gleichsam auf den Leib geschneidert, und auch "außer Dienst" ist er bis heute eine politische und moralische Instanz geblieben. Wie kaum ein anderer Politiker hat er es verstanden, das Ganze der deutschen Gesellschaft in den Blick zu nehmen, Stärken und Schwächen der bundesdeutschen Demokratie darzulegen und zugleich immer wieder integrierend zu wirken. Gunter Hofmann, langjähriger Chefkorrespondent der Wochenzeitung "Die Zeit", geht dem Lebensweg des Ausnahmepolitikers nach, schildert seinen familiären Hintergrund und die wesentlichen Stationen seiner politischen Karriere, aber er fragt auch einfühlsam nach der komplexen Persönlichkeit Weizsäckers, die sich nicht leicht auf eine Formel bringen lässt.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Gunter Hofmann: Richard von Weizsäcker - Leseprobe beim C.H.Beck Verlag

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.03.2010

Für Franziska Augstein ragt das Buch des Zeit-Journalisten Gunter Hofmann aus der Flut der Jubiläumsbücher zu Richard von Weizsäckers neunzigstem Geburtstag klar heraus. Originell erscheint es der Rezensentin vor allem, weil Hofmann von Weizsäckers Auseinandersetzung mit dem NS-Regime und der Schuld seines Vaters in diesem Zusammenhang auf seinen exemplarischen Gehalt hin untersucht. Der Umgang der Bundesrepublik, genauer der "emanzipierten Bürgerlichkeit" mit ihrer Vergangenheit, der in Hofmanns Augen durch von Weizsäcker zu einem lobenswerten nationalen Konsens geführt hat, steht laut Augstein im Mittelpunkt der Arbeit. Was der Autor dem Leser durch "plausible Argumentation" an Erkenntnissen zu bieten hat, hält Augstein für neu und lesenswert.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.03.2010

Rezensent Rainer Blasius bespricht die drei Biografien auf einmal, mit denen Altbundespräsident Richard von Weizsäcker zu seinem neunzigsten Geburtstag von den beiden Journalisten Hermann Rudolph und Gunter Hofmann sowie seinem einstigen Mitarbeiter Friedbert Pflüger bedacht wird. Allen drei besprochenen Biografien gemein ist seiner Ansicht nach, dass sie flott geschrieben sind, dass sie weder dienstliche noch private Unterlagen aus Weizsäckers Archiv heranziehen und dass sie weidlich aus einem von Heribert Schwan und Werner Filmer herausgegebenen Sammelband schöpfen. Der frühere Chefkorrespondent der Zeit, Gunter Hofmann, betont Blasius' Darstellung zufolge, wie engagiert sich Weizsäcker für eine Hinwendung Deutschlands zu Polen eingesetzt hat. Weniger positiv stellt Hofmann die Fixierung auf den Vater Ernst von Weizsäcker dar, zu dessen Verteidigung sich Richard von Weizsäcker demzufolge immer auf sein inneres Wesen berufen, das für die Beurteilung wichtiger sei als dessen Taten. Dass Hofmann hier einiges Grundlegendes klarstellt, scheint Blasius ganz richtig.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren