Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Nina Nahmia

Reina Gilberta

Ein Kind im Ghetto von Thessaloniki

Cover: Reina Gilberta

Metropol-Verlag, Berlin 2009
ISBN-10 3940938467
ISBN-13 9783940938466
Kartoniert, 261 Seiten, 22,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Griechischen von Argyris Sfountouris. Thessaloniki 1943. Am 8. Februar werden die Nürnberger Rassengesetze von 1935 auch im besetzten Griechenland in Kraft gesetzt. Bereits am 25. Februar beginnt die Deportation von Juden in die Arbeits- und Vernichtungslager. In 18 Transporten werden mehr als 45 000 Juden verschleppt, von denen kaum 1000 zurückkehren. Eine von ihnen ist Edda, die zentrale Figur dieser authentischen Geschichte. Ihre zweijährige Tochter Reina konnte sie rechtzeitig einem katholischen Kloster anvertrauen, wo diese als Gilberta den Krieg überlebt. Jahrzehnte später, nach dem Tod der Eltern, erzählt sie der Athener Autorin Nina Nahmia die Geschichte ihrer Familie. Die arglose Zeit vor dem einschneidenden Ereignis und ihre Jugend danach mit der gezeichneten Mutter.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.03.2010

Das bewegende Schicksal einer jüdischen Familie aus Thessaloniki zur Zeit der nationalsozialistischen Besatzung Griechenlands hat Christiane Schlötzer in diesem Buch der Athener Autorin Nahmia verfolgt, das die Geschichte der Reina Gilberta erzählt, die als Baby von ihren jüdischen Eltern bei katholischen Klosterschwestern versteckt wird. In einer laut Schlötzer "zarten, behutsamen Sprache" berichtet Nahmia von den Schicksalen der Mutter Edda, die Auschwitz und Bergen-Belsen überlebte, und des zu den Partisanen übergelaufenen Vaters Alberto, die sich nach dem Krieg wiederfinden und die Familie wieder zusammenführen. Als Hauptthema des Buches beschreibt die Rezensentin "den Verlust des Vertrauens" in ein gewöhnliches Leben, mit dem die Hauptfiguren fertig werden müssen, und auch das gesamte Ausmaß des Schreckens der Judenvernichtung und der nationalsozialistischen Besatzung Griechenlands wurden der Rezensentin noch einmal eindrücklich vor Augen geführt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren