Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Bernhard Robben. Ein verwunschenes Haus am Rande der Tora-Bora-Berge, wo bin Laden sich versteckt halten soll. Allein harrt der Brite Marcus Caldwell hier aus, obwohl seine afghanische Frau von den Taliban getötet wurde und nun Spezialkräfte der US-Armee auf der Suche nach Terroristen die Gegend unsicher machen. Doch dann kommt die Russin Lara zu ihm, voller Hoffnung, ihren während der sowjetischen Besatzung verschwundenen Bruder zu finden, und im Gespräch der beiden, in Geschichte auf Geschichte, enthüllt sich ein furchtbares Familiendrama vor dem Hintergrund jener noch furchtbareren historischen Dramen, die Afghanistan seit über vierzig Jahren heimsuchen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.04.2011
Wunderbar und schrecklich zugleich findet Sarah Elsing dieses Buch des pakistanisch-britischen Autors Nadeem Aslam, weil es ihr anhand einiger vom Autor zusammengeführter Schicksale und ohne moralische Wertung vorgetragener Grausamkeiten die komplexen und mörderischen Verstrickungen offenlegt, in denen sich Afghanistan seit Jahren befindet. So tief- und weitreichend der Autor seine Geschichte zeitlich (von den 80ern bis in die Gegenwart) und gesellschaftlich anlegt, so hoch erscheint Elsing sein Erzählton. Als morgenländischer Erzähler, der sensibel aus Sicht seiner Figuren spricht und seinen üppigen Erzählfluss mit lyrischen Momenten verziert, überzeugt der Autor die Rezensentin auf ganzer Linie.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.05.2010
Als wehmütigen, poetischen Abgesang auf das längst untergegangene einstige Afghanistan hat Irene Binal diesen Roman gelesen - und auch als Porträt eines geschundenen Landes. Die Erinnerung an das versunkene Afghanistan ist Binals Informationen zufolge im titelgebenden Haus, ein "altes, geheimnisvolles Gemäuer in Usha am Fuß der Tora-Bora-Berge" aufgehoben, das einst, wie die Kritikerin schreibt, von einem Maler und Kalligrafen erbaut worden sei, der jedes Zimmers einem bestimmten Sinn zuordnete, Seh- und Hörsinn, dem Tast-, Geruchs- und Geschmackssinn, bis hin zum letzten Raum, der die Liebe repräsentiert". Dort lebe ein britischer Arzt Marcus, der vor vielen Jahren nach Afghanistan kam und trotz allem, was ihm und dem Land seitdem widerfuhr, geblieben sei. Kunstvoll verschachtelt erzähle Nadeem Aslam seine Geschichte, aus der sich für die Kritikerin langsam ein Bild der Vergangenheit ebenso wie der blutigen Gegenwart schält.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.03.2010
Nadeem Aslams Roman "Das Haus der fünf Sinne" hat Katharina Granzin sehr beeindruckt. Der pakistanische Autor, der heute in Großbritannien lebt, erzählt darin vom englischen Arzt Marcus, dessen afghanische Frau gesteinigt, die Tochter im Krieg getötet und deren kleiner Sohn verschleppt wurde, fasst die Rezensentin zusammen. Unfassbare Gewalt und Tragik prägt diesen Roman, der sich unverstellt politisch gibt und dennoch mit außerordentlichen ästhetischen Qualitäten überzeugt, wie die Rezensentin preist. Dass die Figuren, die sich im Lauf des Romans in Marcus' Haus versammeln - eine Russin, die nach ihrem in Afghanistan verschwundenen Bruder sucht, ein ehemaliger CIA-Mann, ein afghanischer Selbstmordattentäter und eine junge Dorflehrerin -, auf Distanz bleiben, dafür ist die Rezensentin sogar dankbar. Denn sonst, so Granzin, sei die Brutalität der Schilderungen nicht auszuhalten. Nachhaltig beeindruckt hat sie die lyrische und bildmächtige Sprache, die mit den überraschendsten Metaphern und einer unverstellten Symbolik Wirkung erzielt. Es brauchte wohl den Abstand des Pakistaners, um diesen mit "empathischer Kraft" überzeugenden Afghanistanroman zu schreiben, so die Rezensentin anerkennend, der es auch Bewunderung abringt, dass hier ein Autor so felsenfest an die "Wirkungsmacht der Literatur" glaubt.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








