Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Herausgegeben von Detlev Schöttker unter Mitarbeit von Steffen Haug. Mit farbigen Abbildungen. Die "Einbahnstraße", eines der ungewöhnlichsten Bücher Walter Benjamins. wurde 1928 nicht als Buch, sondern als Broschüre veröffentlicht, gestaltet in konstruktivistischer Typografie, versehen mit dem berühmten Umschlag von Sasha Stone, dazu geschrieben in der "prompten Sprache" von Flugblättern, Annoncen und Plakaten, die allein "sich dem Augenblick wirkend gewachsen" zeigt, nimmt diese Sammlung von Aphorismen eine auf den ersten Blick singuläre Stellung in Benjamins Werk und der Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts ein. Die Einbahnstraße war stilbildend und kann als Vorbild etwa für Blochs "Spuren" oder Adornos "Minima Moralia" gesehen werden.
Auf den zweiten Blick und in der Rückschau offenbart sich eine weitere Besonderheit der Einbahnstraße: Sie ist eine entscheidende Gelenkstelle in Benjamins Gesamtwerk, in der Überlegungen des Frühwerks transformiert werden, um sie dann in späteren Arbeiten weiterzuführen. Dies veranschaulicht insbesondere die 43 Texte umfassende "Nachtragsliste zur Einbahnstraße", die Benjamin Anfang bis Mitte der dreißiger Jahre zusammenstellte. Sie wird, neben dem Erstdruck und allen handschriftlichen Vorstufen sowie zeitgenössischen Rezensionen, in der neuen Edition erstmals als Einheit zu lesen sein. Der Kommentar und das Nachwort des Herausgebers machen zudem die Verbindung der einzelnen Texte mit dem Gesamtwerk Benjamins sichtbar und zeigen, inwiefern die Einbahnstraße die Tradition der europäischen Aphoristik aufgenommen und zugleich erneuert hat.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.05.2010
Für Ludger Lütkehaus lassen sich das Leben und das "fragmentarische, widersprüchliche" Denken Walter Benjamins aus der Perspektive zweier komplementärer Figuren umreißen: der autobiografischen des "bucklichten Männleins" und der geschichtsphilosophischen des Engels der Geschichte. Wie sich beide zu biografischen und epochalen Unheilsgeschichten vereinen, kann Lütkehaus möglicherweise auch anhand der beiden nun erschienenen Bände der kritischen Benjamin-Gesamtausgabe nachvollziehen. Die Briefsammlung "Deutsche Menschen" (Band 10) und die philosophischen Lesestücke "Einbahnstraße" (Band 8) erscheinen dem Rezensenten in der Präsentation mit ihren Vorstufen, Varianten und Fragmenten als konsequente "Vergegenwärtigung der Trümmer der Geschichte".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.03.2010
Sieht nach einem Missverhältnis aus, gibt Lorenz Jäger zu: Der Text von Walter Benjamin selbst macht gerade einmal siebzig der 610 Seiten dieses Bandes aus. Der Rest ist Anmerkung und Kommentar. Es hat aber, beeilt sich Jäger, dem Verdacht der Maßlosigkeit zu widersprechen, alles seine Richtigkeit. Ja, mehr noch, dies sei eine geradezu mustergültige Edition. Hoch interessant für ihn schon der Abdruck der durchaus zahlreichen, aber keineswegs einhellig positiven zeitgenössischen Kritiken. Überhaupt klingt der Rezensent sehr erleichtert, dass die Jahrzehnte der bedingungslosen Benjamin-Verehrung mit dieser im besten Sinne auf "Distanz" setzenden Ausgabe endgültig vorüber scheinen. Der "Einbahnstraßen"-Essays selbst hat Jäger als "vom Tode her" gedachter Text bei der Relektüre anders angeblickt als zuvor.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








