Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Karl Baier
Meditation und Moderne
Zur Genese eines Kernbereichs moderner Spiritualität in der Wechselwirkung zwischen Westeuropa, Nordamerika und Asien. Zwei Bände
Klappentext
In den vergangenen Jahrzehnten wurde Meditation weltweit zu einem Kernbereich moderner Spiritualität. Meditation und Moderne enthält die bisher ausführlichsten Analysen zur Geschichte dieses Phänomens. Als Hintergrund wird der Wandel der spirituellen Praxis vom Hochmittelalter bis zur Etablierung des neuzeitlichen Paradigmas von Meditation in Westeuropa nachgezeichnet. Die für die Moderne wichtigen Innovationen entstehen zunächst im außerkirchlichen Bereich mit Schwerpunkten in Nordamerika und Asien. Eine Schlüsselrolle spielt dabei im 19. Jahrhundert der Mesmerismus, der Okkultismus und New Thought sowie den modernen Yoga beeinflusst. Gemeinsam mit der Körperkultur-Bewegung wird in diesen Strömungen die Basis für die moderne Meditationskultur gelegt. Im 20. Jahrhundert setzen Reformbemühungen in den Großkirchen, in Philosophie und Psychotherapie den Trend zur Meditation fort. Das Bekanntwerden des Zen läutet die Meditationsbewegung der 1970er und 80er Jahre ein, mit deren Darstellung das Buch endet.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.03.2010
Wirklich beeindruckt ist Helmut Zander, mit welcher Materialfülle und mit was für überraschenden Erkenntnissen Karl Baier in seiner Geschichte der Meditation in Europa aufwartet. Quasi "aus dem Stand" habe der als Religionswissenschaftler an der Universität Wien und zugleich als Yogalehrer tätige Autor ein Standardwerk für ein weitgehend unerkundetes Gebiet geschaffen, preist der Rezensent. Mit Erstaunen liest der Rezensent, dass sich die Meditation, nachdem sie bis zum 18. Jahrhundert in Europa nahezu verschwunden war, eine Erneuerung aus dem Mesmerismus erfuhr und nicht etwa asiatische Einflüsse aufnahm. Auch Baiers Erläuterung zur "'indischen' Theosophie" der Madame Blavatsky macht Zander deutlich, dass die maßgeblichen Einflüsse für ihre Meditationslehren nicht aus Asien, sondern wieder aus dem westeuropäischen Mesmerismus stammten. Der zweite Band nimmt sich dann dem 20. Jahrhundert an und spätestens hier wird dem Rezensenten klar, dass die Meditationsbewegung von Außenseitern initiiert wurde, wie er interessiert feststellt. Damit sei Baiers Buch auch eine Augen öffnende "Geschichte der kulturellen Machtfaktoren in Europa", lobt der begeisterte Rezensent, der findet, dass bei einer derartigen Stoffmenge über Einzelfehler großzügig hinwegzusehen ist.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








