Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Im Gegensatz zum herrschenden Bild der Heidelberger Romantik, das um die Dichter Arnim, Brentano und Eichendorff kreist, stellt das Buch eine eher geistig orientierte Romantik vor, deren literarhistorische Bedeutung insbesondere in den zentralen Theoremen zum Begriff des Mythos und des Symbols in Geschichte und Religion besteht. Das Drama der Jahre 1804-1808 kulminiert zunächst im Tod der Musen Karoline von Günderode und Sophie Brentano; danach erweckt der fulminante Auftritt Joseph Görres Stadt und Universität zu einer kurzen Blütezeit. Neben den Vorlesungen und Schriften von Görres und Friedrich Creuzer werden die poetischen Werke des Isidorus Orientalis und die Satiren Arnims, Brentanos und anderer sowie "Des Knaben Wunderhorn" und die Zeitung für Einsiedler neu gewertet.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.03.2010
Mit Respekt nähert sich Rezensent Jürgen Paul Schwindt diesem "leicht lesbaren" Buch über die sogenannte Heidelberger Romantik. Methodisch reizvoll findet er, wie Theodore Ziolkowski die Entwicklung des Phänomens zunächst über Eichendorffs Formel von der Heidelberger Romantik angeht, obgleich er Eichendorffs Zuverlässigkeit doch anzweifelt. Dass allerdings die versprochene, laut Schwindt für ein differenziertes Epochenbild wichtige Auseinandersetzung mit Symbol und Mythos quasi nur am Rande geschieht, weil des Autors chronotopologischer Ansatz vor allem aus Heidelberg Kommendes (Gedachtes, Geschriebenes) in den Mittelpunkt stellt, enttäuscht den Rezensenten. Seine Freude angesichts fast vergessener und nun bei Schwindt wieder auftauchender Figuren der Neckarromantik oder neuer Sichtweisen auf den "Romantikerstreit" scheint dadurch merklich getrübt.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.02.2010
Nach Armin Schlechter und Friedrich Strack befasst sich nun auch Theodore Ziolkowski mit der nur wenige Jahre umfassenden literaturhistorischen Epoche der Heidelberger Romantik, hält der Literaturwissenschaftler Ulrich Kronauer fest. In den Mittelpunkt seiner Untersuchung stellt der Autor den Theologen und Privatdozent Joseph Görres, der mit seinen Vorlesungen zu Mythos und Symbol großen Einfluss auf die Heidelberger Romantiker wie Joseph von Eichendorff hatte, dann aber bis ins 20. Jahrhundert kaum mehr rezipiert wurde, wie uns der Rezensent mitteilt. Kronauer hält sich mit Werturteilen gegenüber der Studie zurück, fühlt sich aber auch nicht zum Widerspruch aufgerufen, sodass man davon ausgehen muss, dass er recht zufrieden mit dem Buch ist.
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