Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Leonora Carrington

Die Windsbraut

Bizarre Geschichten

Cover: Die Windsbraut

Edition Nautilus, Hamburg 2009
ISBN-10 3894016027
ISBN-13 9783894016029
Gebunden, 256 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Herausgegeben, aus dem Französischen, Englischen und Spanischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Heribert Becker. Dieser Band ist der letzten lebenden Surrealistin gewidmet. In "Bizarren Geschichten" aus den dreißiger bis achtziger Jahren - kein anderes Buch der Künstlerin versammelt Werke aus einer solchen Zeitspanne - erzählt Leonora Carrington traumhafte, eindringliche, wundersame Begebenheiten. Die meisten Erzählungen liegen hier zum ersten Mal in deutscher Übersetzung vor. Ausgewählte Gemälde der Künstlerin illustrieren ihr Schreiben.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.02.2010

Wer in bizarre, fantastische und surrealistische Welten eintauchen will, dem empfiehlt Angela Schader den Erzählband "Die Windsbraut" von Leonora Carrington. Das Buch der 1917 in Lancashire geborenen Schriftstellerin und Malerin, die eine Liaison mit dem Künstler Max Ernst hatte und von ihrem eigenen Vater wegen einer psychischen Erkrankung in eine Anstalt eingeliefert wurde, ist laut Rezensentin "ebenso hübsch anzusehen wie schräg zu lesen". Im Zentrum der Erzählungen stehen laut der Rezensentin meist Mädchenfiguren, die sich gegen verdorrte Mütter, tyrannische Väter oder autoritäre Männer insgesamt wehren müssen. Schader findet es völlig in Ordnung, dass sich Carrington "um die gediegen gerundete Erzählform ebenso wenig schert wie um die Verwirrung des Lesers". Schader  bewundert die "herrlich anarchisch, gewitzte und bildreiche Phantasie" der Schriftstellerin, nur die Texte aus den sechziger Jahren haben ihr nicht so gut gefallen, da diese nach Meinung der Rezensentin ihre Leichtfüßigkeit durch gesellschaftliche oder politische Bezüge einbüßen.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.02.2010

Erfreut zeigt sich Rezensent Hans-Peter Kunisch über diese handliche Ausgabe mit Geschichten der 1917 geborenen surrealistischen Künstlerin Leonora Carrington. Er nutzt die Gelegenheit, die Autorin vorzustellen, berichtet von ihrer traurigen Kindheit, ihrer irischen Mutter und ihrem Vater, einem reichen Textilmagnaten, ihrem Kunststudium, der Begegnung mit Max Ernst und ihrer Flucht nach Mexiko. In Carringtons Geschichten mischen sich für ihn Einflüsse des Surrealismus, des lateinamerikanischen magischen Realismus sowie irischer und außereuropäischer Mythen. Erstaunlich findet Kunisch, wie die Autorin Spott auf die englische Gesellschaft, Mythen und deutsch-französischen Surrealismus zu einer "leichtfüßig zelebrierten Einheit" formt. Besonders hebt er dabei den Einsatz von Elementen des Schocks zusammen mit einem "verblüffenden" Witz hervor. Mit Lob bedenkt er auch das "angenehm leichte Deutsch" der vorliegenden Übersetzung.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren