Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Wie kann man die Realität begreifen, wenn schon ihre Begriffe nicht mehr begriffen werden? Das Eigentümliche an großen Begriffen wie "Demokratie", "Arbeit", "Religion", "Kultur" oder "Europa" ist, daß sie einer permanenten Banalisierung unterworfen sind: sie wurden zu bloßen Worten, die jeder im Munde führt, die aber nichts mehr bedeuten. Robert Menasse unternimmt dagegen eine permanente Revolution der Begriffe und zeigt: die Welt steht auf dem Kopf, wenn wir die Begriffe wieder auf die Füße stellen. Die Begriffe haben Recht - wir wissen es nicht, aber wir verwenden sie.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 26.06.2010
Eingenommen ist Rezensent Klaus Bittermann für Robert Menasses "Permanente Revolution der Begriffe". Obwohl vom Umfang her recht schmal scheint ihm das Buch, das sich mit Begriffen wie Arbeit, Demokratie usw. befasst, von eminenter Bedeutung. Ja, eine derart kluge Auseinandersetzung mit diesen von Medien und in öffentlichen Debatten vielfach banalisierten und ausgehöhlten Begriffen hat er selten gelesen. Bittermann geht insbesondere auf Menasses Auseinandersetzung mit dem Begriff der Arbeit ein, dessen ideogiegeschichtliche Entschlüsselung - von den Frühsozialisten bis zu Marx und Höß führt die "Arbeit" laut Menasse direkt zu Sklaverei und Auschwitz - hat den Rezensenten sichtlich beeindruckt hat.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.02.2010
Mit großem Genuss hat Franz Schuh dieses Buch gelesen, den allein schon sein Untertitel "Vorträge zur Kritik der Abklärung" in Hochstimmung versetzt. Auch stellt er bei der Lektüre ein weiteres Mal fest, das speziell Robert Menasse die "alte österreichische Verbindung" von Wahrheit und Kalauer "vorbildlich" beherrscht. Aber Schuh lernt darüber hinaus auch tatsächlich das "Diskutieren von Begriffen" mit diesem Buch, wie er schreibt, dem bei manchem erläuterten Begriff es nämlich wie Schuppen von den Augen fiel.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








