Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Honore de Balzac

Modeste Mignon

Roman

Cover: Modeste Mignon

Manesse Verlag, München 2009
ISBN-10 3717521802
ISBN-13 9783717521808
Gebunden, 576 Seiten, 24,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Caroline Vollmann und mit einem Nachwort von Johnnes Willms. Seelenverwandtschaft oder Prestige, Gefühl oder Marktwert - was ist die gültige Währung im großen Tauschgeschäft der Partnerwahl? Inspiriert vom Werben um die Frau seines Herzens, der das Buch gewidmet ist, gelang dem französischen Nationaldichter seine charmanteste Amoureske.
Eine Wirtschaftskrise reißt Charles Mignon, einen der reichsten Kaufleute Le Havres, über Nacht in den finanziellen Ruin und zwingt ihn, das Land zu verlassen. Allen gesellschaftlichen Umgangs beraubt, flüchtet sich seine Tochter Modeste in die Welt der Bücher. Besonders schwärmt sie für Canalis, den gefeierten Pariser Dichterfürsten, dem sie heimlich einen enthusiastischen Brief schreibt. Der landet, wie alle Verehrerpost, auf dem Schreibtisch von dessen Sekretär. So findet sich Modeste alsbald in einen innigen Briefwechsel verstrickt- doch mit einem anderen Mann, als sie glaubt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.02.2010

Eine glatte Empfehlung gibt Niklas Bender da ab. Allerdings meint Bender vor allem den Text, natürlich, Balzacs viel zu selten gelesene geniale Sittenstudie und nicht unbedingt diese Neuübersetzung ("fehlerhaft", "holprig") und diesen Apparat ("mal skrupulös, mal ungenau"). Die Geschichte einer "mehrfachen Aufschneiderei", die als Briefroman beginnt, kitzelt Benders Nerven dank des großartigen Einfühlungsvermögens ihres Autors. Nicht nur den karrieristischen romantischen Dichter zeichnet Balzac genau, Bender staunt auch ein ums andere mal über die schöne Modeste, die Hauptfigur, die vor Vitalität und Intelligenz sprühe, wie der Rezensent schwärmt. Nicht zuletzt die vielen literarischen Bezüge (Marivaux, Moliere, Goethe etc.) machen die Lektüre für Bender zum Vergnügen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren