Prix Pictet 2009: Earth

Cover: Prix Pictet 2009: Earth
TeNeues Verlag, Kempen 2010
ISBN 9783832793630
Gebunden, 128 Seiten, 49,90 EUR

Klappentext

Mit ca. 80 Farbfotografien und Duplexabbildungen. Vorwort von Kofi Annan. In englischer Sprache. Der Prix Pictet, der in diesem Jahr zum zweiten Mal von der Schweizer Privatbank Pictet & Cie vergeben wird, bedient sich der Fotografie als Mittlerin für Themen rund um den Klimawandel. Der erste Fotografiepreis zum Thema Nachhaltigkeit macht die einmalige Faszination der Kunst für den Planeten Erde nutzbar. In diesem Jahr ist der Schwerpunkt die Erde selbst und die negativen Auswirkungen menschlichen Tuns auf das Land, sei es durch verlassene Stadtruinen, Tagebau, Müllhalden oder andere Formen des Raubbaus. Auch die Folgen von Naturkatastrophen wie Erdbeben, Erdrutsche und Vulkanausbrüche gehören zu diesem Themenkreis.
Die Auswahlliste der Fotografen (Darren Almond, Christopher Anderson, Sammy Baloji, Edward Burtynsky, Andreas Gursky, Naoya Hatakeyama, Nadav Kander, Ed Kashi, Abbas Kowsari, Yao Lu, Edgar Martins, Chris Steele-Perkins) wurde im Juli auf dem Rencontres d'Arles Fotofestival in Frankreich bekannt gegeben, der Preisträger im Oktober in Paris gekürt. Einer der nominierten Fotografen wird den Auftrag erhalten, das von Pictet & Cie geförderte Nachhaltigkeitsprojekt zu dokumentieren.
Im Rahmen dieser Förderung ist Pictet & Cie stolz, die Arbeit von Azafady, einer in UK und Madagaskar registrierten, regierungsunabhängigen Entwicklungsorganisation, zu unterstützen. Azafady hat sich zur Aufgabe gemacht, den Bewohnern der ärmsten Gebiete Madagaskars in verschiedenen Lebensbereichen Beistand zu leisten und vor Ort nachhaltige Fortschritte besonders in der Gesundheitsvorsorge und Erziehung zu erzielen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 30.01.2010

Freudig hat Rezensentin Brigitte Werbeburg mit Hilfe dieses "schönen" Katalogs die Shortlist des letztjährigen Genfer Pictet Preis für Fotografie einer Nachbetrachtung unterzogen. Den Statuten des Preises zufolge, setzen sich die Fotostrecken alle mit dem Klimawandel auseinander, lesen wir, und die Kritikerin findet es beachtlich, dass es den Juroren nicht um die Brisanz, sondern die Ästhetik der Bilder ging. Die Auswahl, die sie uns mit kurzen Bildbeschreibungen nahe bringt, hat Werneburg durchweg überzeugt, weil sie sich auf malerische Traditionen beziehen. Das gilt etwa für das Preisbild des israelischen Fotografen Nadav Kander, dessen Foto von einer chinesischen Familie, die unter den Betonpfeilern einer Brücke picknickt, sie an Edouard Manets "Frühstück im Freien" erinnert.
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