Von Gerd Arentewicz, Alfred Fleissner und Dieter Struck. Mobbing bereitet nach wie vor erhebliche Probleme. Die seelischen, gesundheitlichen und ökonomischen Folgen für die Betroffenen, die Betriebe und Schulen, die Angehörigen sowie für die Volkswirtschaft und die Sozialkassen sind beträchtlich. Bei Konflikten, Streit und Mobbing werden fachkundige Informationen und Wege der Verständigung von Betroffenen und auch mittelbar Beteiligten dringend gebraucht. All dies beschreibt das Buch sowie auch stressbedingte Veränderungen im Denken, Fühlen und Verhalten. Es schildert typische Gesundheitsschäden, informiert über bestehende Ansprüche gegenüber Vorgesetzten und Kollegen und bietet Informationen zur Suche nach qualifizierter Hilfe.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.01.2010
Als nützlich, wenn auch für seinen Geschmack mitunter zu "akademisch", kann Ernst Horst diesen Ratgeber für Mobbingopfer durchaus empfehlen. Er attestiert den drei Autoren eine gewisse Altersweisheit und Reife, Erfahrung und eine offensichtlich erprobte Zusammenarbeit. Horst sieht das Phänomen Mobbing nebst Ratschlägen, wie man die Situation lösen könnte, bis zu rechtlichen Schritten gut erklärt. Lediglich auf neueste Ergebnisse zur Hirnforschung hätte der Rezensent verzichten können, denn er ist der Meinung, dass ein ratsuchendes Opfer von Mobbing wohl andere Sorgen und Interessensschwerpunkte hat. Zudem bedauert er es, dass der Band sich nicht eingehender mit "eingebildetem Mobbing" befasst, was Horst für einen wichtigen Aspekt des Themas hält.
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