Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Christopher Isherwood

Löwen und Schatten

Eine englische Jugend in den zwanziger Jahren

Cover: Löwen und Schatten

Berenberg Verlag, Berlin 2010
ISBN-10 3937834362
ISBN-13 9783937834368
Gebunden, 320 Seiten, 25,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen und mit einer Einleitung von Joachim Kalka. Der Film Cabaret machte Christopher Isherwood zu einem weltberühmten Autor. Berühmt war er schon vorher: als Verfasser zweier großartiger Romane, die Anfang der Dreißiger Jahre im Berlin der beginnenden Nazi-Zeit spielen und zur Vorlage des Films wurden. Und, weil er mit Stephen Spender und W. H. Auden eine spektakuläre homosexuelle Menage-a-Trois bildete. Seine offenherzigen Jugenderinnerungen aus Schule und Universität, Cambridge und
London lesen sich als eine Education sentimentale wie es nur wenige gibt in der Weltliteratur. Erzählt wird auf mitfühlend schonungslose Weise, wie der junge Isherwood sich selbst als Schriftsteller entdeckt. Eine komisch ironische Schilderung von Tagträumen, Einsichten, fast ein Roman: darüber, wie alles anfing: Die Liebe zur Literatur und die zu den Männern.

Leseprobe beim Perlentaucher

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.07.2010

Mit großem Vergnügen hat Rezensent Jens Bisky diese Erinnerungen von Christopher Isherwood an seine Jugend in den zwanziger Jahren gelesen. Besonders gefällt ihm die Leichtigkeit, mit der der englische Schriftsteller von Schul- und Universitätsbesuch, Orientierungsproblemen, Freundschaften, Schreibversuchen und von seiner Zeit in Berlin berichtet. Im Mittelpunkt sieht er weniger das sexuelle Erwachen des Autors in den Berliner Jahren, als vielmehr diverse Schreibprojekte und "literarische Phantasien von surrealer Kraft". Er schätzt die Eleganz von Isherwoods Stil, seinen genauen Blick und seine brillante Personencharakteristik. So ist das Buch für Bisky auch ein "lichtes poetisches Denkmal" für die Freunde des Autors. Mit Lob bedenkt er nicht zuletzt die ausgezeichnete Übersetzung, das erhellende Vorwort und den nützlichen Kommentar von Joachim Kalkas.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.06.2010

Rezensent Thomas Hermann hat Christopher Isherwoods Erinnerungen offenbar gern gelesen, auch wenn er sich nicht zu einem Urteil durchringen kann. In seinem  "Porträt des Künstlers als junger Mann" schreibt Isherwood über seine frühen Jahren, informiert der Rezensent, als er nach seinem Rausschmiss aus Cambridge versuchen muss, seinen Weg als Schriftsteller und Homosexueller, Außenseiter und Antiheld zu finden. Vielen Freunden Isherwoods ist Rezensent Hermann in diesen Erinnerungen begegnet, allesamt selbst Literaten, den Schriftstellern Edward Upward und Stephen Spender beispielsweise, aber auch Isherwoods "großer Liebe", dem Kino. Für "literaturgeschichtlich interessant" hält Hermann das Buch vor allem wegen der ausführlich geschilderten Freundschaft mit W.H. Auden.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren