Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

John Zimmermann

Pflicht zum Untergang

Die deutsche Kriegsführung im Westen des Reiches 1944/45

Cover: Pflicht zum Untergang

Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2009
ISBN-10 3506767836
ISBN-13 9783506767837
Gebunden, 526 Seiten, 44,90 EUR

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Klappentext

Ab September 1944 wurde der Zweite Weltkrieg auch auf dem Boden des Reichsgebietes ausgetragen, er rückte im Osten wie im Westen mit jedem Tag näher an die Haustüren der Bevölkerung. In den zwölf letzten Monaten verloren noch weit über 2,5 Millionen deutsche Soldaten, etwa so viele wie seit Kriegsbeginn zusammen, und rund 600.000 Zivilisten ihr Leben, wurden acht Millionen Menschen durch den Luftkrieg obdachlos und das immer kleiner werdende "Großdeutsche Reich" verwandelte sich zusehends in eine Trümmerlandschaft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.01.2010

Klaus-Dietmar Henke sieht John Zimmermanns Studie über die Kriegführung und das Verhalten der deutschen Streitkräfte im Westen 1944/1945 recht kritisch. So undifferenziert wie hier, findet er, lässt sich die Frage, warum die Wehrmacht in der Endphase nicht kapitulierte, eigentlich nicht mehr angehen. Dass es bei so einer Untersuchung nicht allein um Heldengeschichten, um Durchhalteethos und normative Imprägnierung der Soldaten gehen kann, weiß Henke aus entsprechenden Erkenntnissen der Zeitgeschichtswissenschaft zum Verhalten in zugespitzten Situationen und aus Quellen zur historischen Wirklichkeit des Kriegsendes. Anders als der Autor versteht Henke den deutschen Endphasenterror als Ausnahme von der Regel. So bleibt das Buch für ihn eine mit Fleiß erarbeitete Studie, die in der Interpretation ordentlich übers Ziel hinausschießt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren