Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Lucas Marco Gisi (Hrsg.), Eva Horn (Hrsg.)

Schwärme - Kollektive ohne Zentrum

Eine Wissensgeschichte zwischen Leben und Information

Cover: Schwärme - Kollektive ohne Zentrum

Transcript Verlag, Berlin 2009
ISBN-10 3837611337
ISBN-13 9783837611335
Kartoniert, 278 Seiten, 28,80 EUR

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Klappentext

Schwärme haben Konjunktur. Ihr Versprechen liegt in einer Organisation, die eine radikale Alternative zu den traditionellen Formen des Politischen, des Denkens und Rechnens darstellt. Sie sind Modelle alternativer Steuerungslogiken. Als Kollektive ohne Zentrum sind sie freier, kreativer und effizienter - aber auch bedrohlich und unkontrollierbar. Der Band liefert Elemente einer Wissensgeschichte des Schwarms - von der Ameisenforschung bis zur Computersimulation. Die Beiträge fragen nach der Epistemologie des Schwarms zwischen Leben und digitaler Technik und zeichnen die Geschichte der Übertragungen zwischen Tier-Kollektiven und Menschen-Gemeinschaften.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.01.2010

Thomas Thiel hat diesen kulturwissenschaftlichen Sammelband, der das Schwarmprinzip in guter epistemologischer Manier zu erklären sucht, mit Gewinn gelesen. Was hält die Organisationsform des Schwarms im Innersten zusammen? Was fasziniert daran? Ist es die flexible Anpassung an die Umgebung, das Fehlen einer zentralen Steuerungsinstanz? Wenn die Autoren bei ihren Erklärungsversuchen Biologie und Technologie in den Blick nehmen und das Phänomen als politisch-soziales Handeln untersuchen, ist er dankbar für eine weitgehend differenzierte Sicht auf die verschiedenen Schwarmtypen (z. B. Bienenschwarm und Flashmob). Gelernt hat er dabei, dass Schwärme zwar über  hohe Geschmeidigkeit und Anpaasungsfähigkeit verfügen, aber durch ihr unsystematisches Vorgehen bleiben sie in ihrer Effizienz begrenzt. Eher blass findet er den "Rücktransfer" der gemachten Erkenntnisse auf die politische Ebene. "Rätsel und Unbehagen" bleiben.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren