Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Herausgegeben von Ulrich van Loyen und Erhard Schüttpelz. Der dritte und abschließende Band der Werke in Einzelausgaben von Franz Baermann Steiner liefert eine umfassende Auswahl aus den unveröffentlichten Notizen des Lyrikers und Sozialanthropologen: Die gut 5.000 Ringbuchseiten aus dem Nachlass, die im Deutschen Literaturarchiv Marbach verwahrt sind, enthalten eine Fülle von kurzen Texten ohne Gattungsbeschränkung: Aphorismen, Essays, lyrische Gedanken, Sprachphilosophisches, Satiren und Polemiken. Die Erfahrungen des Exils, religiös grundierte Zivilisationskritik finden sich darin ebenso wieder wie literatursoziologische und -typologische Überlegungen. Steiners Notizen sind vergleichbar mit den zur gleichen Zeit begonnenen Aufzeichnungen des mit ihm befreundeten Elias Canetti ("Die Provinz des Menschen").
Auch durch die hier erstmals veröffentlichten Tagebücher gewährt dieser Band Einblicke in die Werkstatt und innere Biografie einer singulären Schriftsteller- und Gelehrtenexistenz. Sie erhellen die Emigrantenszene in England, ein Klima, in dem eifersüchtig um das Copyright auf die eigenen Ideen gefochten wird. Darüber hinaus bieten sie Einsicht in die skrupulöse Religiosität des Protagonisten. Schließlich zeichnet sich eine Liebesgeschichte ab, für die die Zeit zu knapp bemessen war: Steiners letzte Monate mit der Schriftstellerin und Philosophin Iris Murdoch.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.01.2010
Hier ist eine große Entdeckung zu machen, verspricht der Rezensent Richard Kämmerlings. Geradezu unfassbar muss es scheinen, dass ein Denker und Autor von der Statur Franz Baermann Steiners bis heute, und das heißt fast sechzig Jahre nach seinem sehr frühen Tod, fürs breitere Publikum nicht zu entdecken war. Steiner lebte in Prag, studierte Ethnologie und überlebte - seine Eltern starben in Theresienstadt - in London. Er war mit Elias Canetti befreundet, was ein Verhältnis der Konkurrenz freilich nicht ausschloss. Vor allem aber war er, so Kämmerlings, ein origineller Denker, der im Aphorismus und im Essay die ihm gemäßesten Ausdrucksformen fand. Die Behauptung der Herausgeber, es handle sich bei diesem Abschlussband der Werkausgabe um ein "Schlüsselwerk der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur" scheint dem Rezensent fast noch untertrieben. Als "Denker des Religiösen", der viele spätere kulturwissenschaftliche Erkenntnisse vorwegnahm, ist eine bedeutende Figur der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts nun endlich, feiert Kämmerlings diese Edition, zum "Nachleben" erweckt.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








