Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Horst Bredekamps Blick heftet sich nicht nur auf die Skulpturen, Gemälde und Bauwerke Michelangelos, sondern auch auf die Wendungen im Leben des Meisters, der mehrmals auf der Flucht vor seinen mächtigen Auftraggebern war. In seinem Text über das "Juliusgrab" zeigt Bredekamp, wie Michelangelo ein vermeintlich katastrophales Scheitern in einen Triumph verwandelt. "Im Zustand der Belagerung" ist Michelangelo zwischen seinen Auftraggebern, den aus Florenz vertriebenen Medici, die zugleich den Papst in Rom stellen, und der Florentiner Republik. "Michelangelos Verträge" portraitiert einen hoffnungslos überlasteten Vertragsschwindler, der jeden Auftrag annimmt, nur die Hälfte vollendet und daraus eine künstlerische Tugend zu machen versucht. In "St. Peter" zeigt Bredekamp den grandiosen Architekten Michelangelo, der dort eine durchaus absolutistische Machtfülle beansprucht.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.01.2010
Andreas Beyer feiert diese Sammlung von fünf Aufsätzen von Horst Bredekamp als "längst überfällige" Überprüfung eines überholten Michelangelo-Bildes und als höchst geglückte Interpretation von dessen Oeuvre. Nicht häufig hat man sich in der Kunstgeschichte mit derart unpathetischer Nüchternheit und Souveränität bei gleichzeitiger "sprachlicher Leichtigkeit" an diesen Ausnahmekünstler gewagt, schwärmt der Rezensent. Wurden spätestens seit der Romantik die vielen unfertigen Werke des Künstlers zum Kunstprinzip stilisiert, interpretiert der Autor sie als augenfälligen Ausdruck der großen "inneren und äußeren" Spannungen, als Produkt der Selbstüberschätzung Michelangelos und der schieren Auftragsüberlastung, referiert Beyer zustimmend. Bredekamps Interpretationen von Michelangelos "Juliusgrab" überzeugen ihn ebenso wie dessen Auslegung der päpstlichen Vollmacht zur Errichtung des Petersdoms als Gegenmittel und Beleg der Widerstände, gegen die Michelangelo arbeiten musste. Und deshalb lautet sein glückliches Resümee: eine sehr gelungener "Beitrag zur Revision" eines veralteten Michelangelo-Bildes.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








