Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Was weißt du denn schon von der Liebe? Mit diesem Vorwurf ihrer Tochter beginnt der Tag für Ute Cantz. Sie wird ihn nicht mehr vergessen, und das nicht nur, weil es der Vorabend ihres fünfzigsten Geburtstags ist. Am Ende dieses Tages wird sie einiges mehr von der Liebe wissen als zuvor. Durch ein kleines, aber folgenreiches Missgeschick in einer Tiefgarage tritt mit Nachdruck ein Mann in ihr Leben, der dort auch bleiben möchte. Aber da ist schon ein anderer, der sich noch lange nicht zurückziehen wird oder doch? Ute Cantz ist Kunsthistorikerin, offen für das Schöne und Überraschende, und es sieht ganz so aus, als würde sie sich mutwillig auf ein Risiko einlassen, das bedeutet: Soll doch das Leben selbst entscheiden, wo es mit ihr hinwill.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.03.2010
Samuel Moser formuliert noch mal die hohen Ansprüche an eine Novelle: Sie muss die unerhörte Begebenheit von Beginn an erahnbar, aber keinesfalls vorhersehbar gestalten und darin auch mehrmaliger Lektüre standhalten. Inwieweit dies Jochen Jungs als "leichtfüßig" gepriesene Novelle um eine Kunsthistorikerin, der eine zufällige Begegnung neben dem schon bestehenden Verhältnis mit einem Malermeister zu einem weiteren Liebesabenteuer verhilft, zu leisten vermag, will der Rezensent nicht entscheiden. Aber obwohl Moser die gelegentlich zu deutlichen Verweise und nicht gerade subtilen Verknüpfungen, so manchen Manierismus und mitunter allzu schematische Figurenzeichnung kritisiert, ist die Novelle in seinen Augen dennoch gelungen. Mit leichter Hand erzählt Jung darin von "Zufall, Schicksal und Charakter", lobt Moser angetan.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.12.2009
Rezensent Martin Lhotzky hat Jochen Jungs Novelle "Das süße Messer" offenbar gern gelesen und das, obwohl nichts "Weltbewegendes" darin passiert, wie er meint. Es kommen darin vor: Kunsthistorikerin Ute am Vortag ihres 50. Geburtstags, Tochter Ruth, die durch eine unklare Diagnose verunsichert ist, Utes Liebhaber Zumbach und eine überraschende Affäre, fasst der Rezensent zusammen. Und wenn er auch feststellen muss, dass sich seine Empathie mit den Figuren in Grenzen hält - dafür gibt ihm die kurze Geschichte nicht genug Zeit - und auch die "ganz großen Gefühle" nicht beschworen werden, lobt er doch die Leichtigkeit, mit der der Autor von einer unerwarteten Begegnung und ihren Folgen erzählt. Die Wahl der Novellenform hat ihn dabei zwar überrascht, aber letztlich überzeugt, wie er durchblicken lässt.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








