Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Russischen von Swetlana Geier. Polina verliert ihren Geliebten Aleksej an die Spielsucht. Was ihn am Spiel ums Geld fasziniert, ist nicht das Gewinnen oder Verlieren. Einzig und allein jener kurze Augenblick fesselt ihn, in dem die Kugel, vom Croupier in die Cuvette geworfen, in der Gegenrichtung kreist, um endlich in ein Zahlenkästchen zu fallen. Nach dem "Rien ne va plus" des Croupiers bis zum Fallen der Kugel - jener Augenblick, dessen Auswirkung durch nichts mehr zu beeinflussen ist, in dem das Leben für diesen Augenblick sich unserem Willen entzieht. Der Spieler ist ein langezeit unterschätztes Werk von Dostojewskij geblieben. Das wird sich, zumindest in der deutschsprachigen Rezeption, durch Swetlana Geiers Neuübersetzung ändern. Erschienen 1866, im selben Jahr wie "Verbrechen und Strafe", diktiert in knapp vier Wochen, nimmt der Roman zu guten Teilen eine Anzahl der Motive der späteren Großwerke vorweg.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.12.2009
Urs Heftrich schreibt weniger eine Kritik von Swetlana Geiers Neuübersetzung des Romans als einen kleinen - sehr instruktiven und amüsanten - Essay über den Roman selbst. Er schildert zunächst die unglaublich romaneske Konstellation, in der Dostojewski den Roman schrieb: Er diktierte ihn in einer Art Teufelspakt mit einem bösen Verleger innerhalb von 26 Tagen, um selber Spielschulden zu begleichen. Hätte er das Manuskript zwei Stunden später abgeliefert, hätte er sämtliche Rechte an seinen Werken verloren. Aber immerhin verliebte er sich in die Stenografin! Ein Szenario wie für eine Offenbach-Oper oder ein Hollywood-Melodram. Gleichzeitig, so Heftrich, ist der Roman selbst eine ironische Variation: und zwar über Puschkins Erzählung "Pique Dame", deren Motive Dostojewski aufnehme und ins Drastische und Komische wende. Über Geiers Übersetzung muss Heftrich im Grunde nicht viel sagen: Er zitiert einige Sätze, und sie klingen so frisch, aktuell und neu geschrieben, dass man sofort loslaufen und sie kaufen möchte!
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








