Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch. Vergessen Sie Schafe, vergessen Sie Katzen, und betreten Sie den verrücktesten Tatort der Kriminalliteratur: von Stofftieren bevölkert. Sonst aber ist in Amberville alles in bester Ordnung. Die Häuser gleichen einander aufs Haar, und zwischen den gepflegten Vorgärten stehen weiß getünchte Holzzäune. Für Eric Bär, den ausgestopften Teddy, hat dieses geordnete Leben an einem späten Vormittag im April ein vorläufiges Ende: Sein ehemaliger Boss, der zwielichtige Kasinochef Nicholas Taube, bittet ihn um einen Gefallen. Eric soll für ihn die berüchtigte Todes liste beschaffen, auf der jeder Bewohner von Amberville irgendwann einmal landet. Niemand weiß, wer die Liste führt und wer sie hat. Aber Eric Bär verabschiedet sich von seiner Frau Emma Kaninchen und macht sich mit drei Freunden aus alten Tagen auf, die Liste um jeden Preis zu finden.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.12.2009
Susanne Klingenstein lässt sich von diesem Roman, dessen Figuren sämtlich der Kuscheltier-Welt entstammen nicht täuschen: es ist ein "philosophischer Krimi", der sich mit den letzten Dingen, sprich dem Tod, befasst. Der Teddybär Eric wird vom Großganoven von Amberville gezwungen, herauszufinden, wer für den Tod der Plüschtiere in Amberville verantwortlich ist, fasst die Rezensentin zusammen. Da der Krimi ohnehin ein durch und durch künstliches Genre ist, kann es ihr nur recht sein, dass dieses Buch auf das dies gewöhnlich verbergende "Illusionstheater" verzichtet und uns nur noch den Mechanismus vorführt. Denn in ihren Augen ist "Amberville" Kafkas "Der Prozess" nachgebildet, nur, dass es uns dessen existentialistische Inszenierung in "Stofftiersprache" übersetzt. Was sie letztlich davon hält, da hält sich die Rezensentin bedeckt, aber sie offenbart, sich in existentiellen Fragen doch lieber "an die Originalkrähe" Kafka halten zu wollen.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








