Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Es gibt keine menschliche Eigenschaft, die älter und fürs Überleben notwendiger ist als die Liebe. Wer liebt, sagt man, ist verkauft mit Haut und Haar. Zugleich ist Liebe, so heißt es in Bizets Carmen, "frei wie ein Vogel". Wie verschieden ist sie von anderen guten Dingen, von ruhiger Freundlichkeit, unerschütterlicher Ruhe, Vertragstreue und von ausgeglichenen Bilanzen! Sie ist ein 'Attraktor , unbezwinglich wie die Gravitation, nach der die Sterne tanzen. Zugleich aber der dunklen Energie ähnlich, die uns in eine unbekannte Zukunft vorwärtstreibt. In diesem Labyrinth der Gegensätze kann man sich verirren. In Zeiten der Not und der Finanzkrise versammelt sich die zärtliche Kraft an deren Gegenpol im Erzählten. Denn sie besitzt ihre ganz eigene Ökonomie.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2010
Tief verneigt sich Rezensent Christian Schärf vor Alexander Kluges neuem, 600 Seiten starken Werk "Das Labyrinth der zärtlichen Kraft". In seiner langen, gedankenreichen Besprechung zeigt er sich vollends hingerissen, fasziniert, inspiriert von den 166 Liebesgeschichten, die der Schriftsteller und Filmemacher - einem Meisterarchitekten gleich - zu einem filigranen, labyrinthischen erzählerischen Netz verwoben hat, das ihm stärker scheint als jede "noch so ausdifferenzierte Theorie". Das Werk dokumentiert für Schärf die "Rückverwandlung" des Intellektuellen in einen Poeten, eine Rückverwandlung, in der Kluge "seine vielleicht ultimative Verdichtungsstufe" erreicht, in der Fiktives, Imaginäres, Historisches und Dokumentarisches permanent ineinander übergehen. Dabei bleibt in Schärfs Augen immer offen, inwieweit es der Leser mit Fiktion oder mit Dokumentation zu tun hat, etwa wenn Kluge davon erzählt, wie Adorno Luhmann sein Leid geklagt hat. Das Fazit des Rezensenten: ein Werk von "vollendeter literarischer Meisterschaft".
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 26.11.2009
Tja, wie soll man sagen. Das stammelt und ächzt und stolpert von Apercu zu Apercu – aber welcher Rezensent wäre der Assoziations- und Sprachkraft Alexander Kluges schon gewachsen. Raddatz sagt es vorsichtshalber zu Beginn seiner Kritik gleich selbst: Man müsse notwendig unter Niveau bleiben. Später stöhnt Raddatz noch: "Das ist kein Rezensenentenqualm." Das Buch macht das mit ihm. Wie genau Kluges 166 Liebesgeschichten als Buch aufgebaut sind , erfährt man aber eigentlich nicht, nur dass eine DVD beigegeben ist, auf der sich Kluge sehr leise mit Luhmann über Marx und Kant unterhält. Natürlich bringt Kluge Luhmann durch ein paar geflüsterte Stichworte dazu, genau seine eigene, Kluges, Auffassung von Liebe zu bestätigen. Na ja und so geht es weiter von Erkenntnis über Sentenz zur Maxime - sicher eine gewinnbringende Lektüre, ein Mäandern durch Kluges Ich, das aber – so viel hat Raddatz herausgefunden – keines sein will.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








