Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hans Adler

Das Städtchen

Roman

Cover: Das Städtchen

Lilienfeld Verlag, Düsseldorf 2009
ISBN-10 3940357138
ISBN-13 9783940357137
Gebunden, 333 Seiten, 21,90 EUR

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Klappentext

Herr von Seylatz soll in einem österreichischen Provinznest eine Zwischenstufe in seiner Beamtenkarriere absitzen, aber er hat vor, das beste daraus zu machen. Phantasien von einfachen Kleinstadtmädchen werden wach, und immerhin wohnt auch sein alter Freund Titus Quitek hier, einst ein vielversprechendes Malertalent, jetzt Zeichenlehrer an der hiesigen Realschule. Schon bei der ersten Begegnung wirkt Quitek allerdings merkwürdig unglücklich und zerzaust - Um das Schicksal dieses gescheiterten Künstlers herum tut sich bald ein ganzes Panorama menschlichen Daseins auf. Vom Bürgermeister bis zur Prostituierten: gleichermaßen humorvoll-leichtfüßig wie düster-realistisch verwebt Hans Adler die Leidenschaften und Sehnsüchte, die erotische Gier, die Kaltblütigkeiten und das Durchwursteln aller Schichten dieses Provinzortes.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.04.2010

Ein bisschen Wehmut ist natürlich auch dabei in dieser, wie Helmut Böttiger findet, sehr österreichischen, sehr menschlichen Komödie um eine Boheme-Existenz in der k.u.k.-Monarchie. Im Ganzen aber kann Böttiger nur staunen, wie unsentimental und genau Hans Adler in seinem einzigen Roman die von Dopppelmoral geprägten gesellschaftlichen Verhältnisse durchleuchtet, Charaktere zeichnet und seziert (grad wie im Simplicissimus, meint Böttiger) und ironische Volten einbaut. Vor dem Auge des Rezensenten wird die Seele der Kaiserzeit noch einmal lebendig. Nicht zuletzt das Verdienst von Adlers "schmissiger Schreibe", meint er.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.2009

Martin Lhotzky freut nicht nur die bibliophile Aufbereitung dieses 1926 erschienenen einzigen Romans des Dichters und Liedtexters Hans Adler. Die erotische Komponente des Textes (nie derb oder auch nur plastisch, so Lhotzky) erinnert ihn an Schnitzlers "Reigen". Und wenn die Figuren auch ein bisschen stereotyp geraten sind, das Menschenbild illusionslos und wenig freundlich (Männer sind Schweine, Frauen Luder), so bereitet das Buch dem Rezensenten dennoch Vergnügen. Fröhlicher als ein Roman von Joseph Roth erscheint es ihm allemal.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren