Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Schwedischen von Hedwig M. Binder. Die Luft ist schneidend, und die Fjällgipfel hüllen sich in Grau. In der einsamen Stille des nordschwedischen Winters verirrt sich ein junger Welpe und ist ohne seine Mutter und seine Menschen hilflos der Natur ausgeliefert. In seinem unterkühlten Körper flattert sein Herz gegen die Kälte und die Nässe wie ein Vogelflügel. Glück und Zufall verhindern, dass er schon in den ersten Tagen verhungert. Bald lernt er Gefahren besser einzuschätzen. Sein Jagdinstinkt erwacht, und es gelingt ihm, den Frühling und den Sommer zu überstehen. Bis er zu Beginn des nächsten Winters einem Menschen begegnet. Ist es vielleicht sein Mensch?
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.01.2010
Das schmale, aber dichte Buch ist eine Offenbarung für Andreas Breitenstein. Der Autorin Kerstin Ekman attestiert er ein gutes Auge für Landschaften und das Mysterium des Zusammenlebens, in diesem Fall von Herr und Hund. Ohne zu vermenschlichen nimmt die Autorin den Rezensenten mit in die Welt, die Wahrnehmung und die "Gedanklichkeit des Geschöpfes", eines Welpen im Wald. Dass Ekman dabei "tastend bleibt" und skeptisch gegenüber Metaphern, rechnet Breitenstein ihr hoch an. So gelingt der "Versuchsraum einer Welt ohne Menschen", ein Kratzen, Wimmern, Frieren - und schließlich ein Zurück in die Zivilisation.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.10.2009
Burkhard Müller hat ein "bedeutendes" Buch gelesen. Kerstin Ekmans Idee, ein Buch aus der Sicht eines Hundes zu schreiben, empfindet er als "kühn". Schließlich ist dies nicht die leichteste Aufgabe, wie Müller weiß. Schnell könne so ein Projekt die Kitschgrenze überschreiten, wenn Hundegefühle zu sehr vermenschlicht werden. Kerstin Ekman tue dies allerdings nicht, obgleich ihr Buch eine "Gratwanderung" bleibe. Gefallen hat er an den Wortneuschöpfungen gefunden, die das Buch sich aufgrund der vor allem olfaktorischen und akustischen Wahrnehmung eines Hundes zulegen musste, so dass es im Text angenehm "schlirkt, schlirft, schlurkt und schrappt". Allerdings gerät auch einiges unauthentisch für Müller: Farbbeschreibungen und bürgerliche Identitätsgefühle kämen bei Hunden eigentlich nicht vor. Schließlich lobt er die Beschreibung einer eingestreuten Waldszene und freut sich dann doch, dass Ekmans Hund auch menschliche Züge trägt und so eine gelungene Vereinigung beider Lebewesen in Ekmans Roman entstanden ist.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








