Der politische Streit um den Springer Verlag erstmals umfassend für die Zeit von 1958-1989 dargestellt. Unter Mitarbeit von Anke Kaprol und Benjamin Schröder.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.10.2009
Mit viel Lob bedenkt Rezensent Heribert Seifert dieses Buch über das Medienhaus Axel Springer und seine Gegner, das Jochen Staadt, Tobias Voigt und Stefan Wolle vorgelegt haben. Die Autoren, Mitarbeiter im "Forschungsverbund SED-Staat" an der Freien Universität Berlin, ist in seinen Augen eine überzeugende und umfassende Darstellung zu den Kampagnen gegen Springer gelungen. Auf Grundlage zahlreichen Quellen liefern sie für ihn eine präzise Analyse der unterschiedlichen Motive der Gegnerschaft zum Verlaghaus und ihrer Entstehung, erhellen die Feindbildpflege von SED und Stasi sowie die westdeutscher Verleger wie Gerd Bucerius und Rudolf Augstein und arbeiten die politischen Ziele und die geschäftlichen Interessen Axel Springers heraus. Als ein wichtiges Ergebnis hebt Seifert die Widerlegung der These hervor, das aggressive Vorgehen der Studenten gegen den Verlag 1967/68 sei von der Stasi gesteuert gewesen. Seifert Fazit: ein "spannendes Kapitel deutscher Medien-Zeitgeschichte".
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